Diese 6 Blutwerte brauchst Du bei Hashimoto!

6 Blutwerte bei Hashimoto
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Welche Blutwerte brauche ich, um einen Hashimoto zuverlässig erkennen zu können? Eine mega wichtige Frage!

Viele Fälle von Schilddrüsenerkrankungen werden übersehen, weil oft nur ein einziger Blutwert gemessen wird, nämlich das TSH. Wichtig ist es hier aber, auch noch weitere Blutwerte zu testen. Meine Hashimotoklienten berichten mir regelmäßig, dass sie bei ihren Laborwerten erst darauf bestehen mußten, ein umfangreicheres Laborprogramm zu bekommen, sonst hätten sie z.B. von ihrer Konversionsstörung gar nicht erfahren. Was das genau ist, dazu komme ich gleich noch.

Auch werden viele Hashimotodiagnosen lange nicht gestellt, weil nie die Antikörper mit untersucht werden. Jedoch hätten Symptome wie chronische Erschöpfung, Angstzustände, Panikattacken, Depression und Konzentrationsstörungen einen mehr als hellhörig werden lassen sollen.

Und auch die Referenzwerte sind etwas, was durchaus kritisch betrachtet werden darf. Denn nur weil der „normale“ TSH Labor-Referenzwert in der Regel bis 4,5 mU/l reicht, heißt das nicht, dass das für jemanden mit Hashimoto oder einer anderen Art von Schilddrüsenunterfunktion in Ordnung wäre. Mit anderen Worten: Wenn Dein TSH grenzwertig, aber noch „normal“ ist, Du Dich aber mehr als bescheiden fühlst, dann könnte es vielleicht besser sein, Deinen TSH etwas niedriger einzustellen – z.B. bis max. 2 mU/l.

Im heutigen Artikel gehe ich daher näher darauf ein, welche Laborwerte beim Hashimoto erfaßt werden sollten, was sie jeweils bedeuten und in welchen Bereichen sie möglichst liegen sollten, damit es Dir gut geht!

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bei Symptomen ein breiteres Labor anfertigen zu lassen. Hierzu gehören neben TSH auch fT3 und fT4, sowie die TPO- und TG-Antikörper, als Laborwerte. Zusätzlich zum Labor sollte auch eine Ultraschalluntersuchung gemacht werden, damit das Schilddrüsengewebe beurteilt und ggf. Knoten gefunden werden können. Darüber hinaus machen natürlich auch Mikronährstoffuntersuchungen Sinn. Hier seien v.a. Eisen, Ferritin, Selen, Zink, die B Vitamine, (v.a. B12 und B1), Magnesium, Vitamin A und L-Tyrosin.

Schilddrüsentests

Konzentrieren möchte ich mich heute jedoch auf die primären Schilddrüsentests. Schauen wir sie uns mal an und was sie für die Gesundheit Deiner Schilddrüse bedeuten.

1. Der Schilddrüsen-Screening-Test

Das ist der Test auf das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH). Dieser wird als Screening-Test für Schilddrüsenerkrankungen sowie zur Überwachung der richtigen Medikamentendosis verwendet.

TSH ist ein Hormon der Hypophyse, das auf die Menge zirkulierender Schilddrüsenhormone reagiert. Zirkulieren zu wenig Schilddrüsenhormone, wird das Signal gegeben, TSH auszuschütten. Ist genügend Schilddrüsenhormon im Blut vorhanden, wird die TSH-Ausschüttung wieder gebremst. Ein erhöhter TSH-Wert bedeutet also, dass Du nicht genügend Schilddrüsenhormone im Körper hast und somit eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.

In fortgeschrittenen Fällen von Hashimoto und primärer Hypothyreose ist dieser Parameter erhöht. Bei Morbus Basedow und Hyperthyreose ist der TSH-Wert in der Regel niedrig.

Bei Menschen mit Hashimoto-Syndrom und leichter oder zentraler Hypothyreose kann der Wert bei diesem Test aber auch NORMAL sein. Und so kommt es dann, dass Erkrankungen nicht diagnostiziert werden, wenn man nur auf den TSH, nicht aber auf die anderen Laborwerte oder auf die körperlichen Symptome schaut – Oder wenn man sich nur an den weiten Grenzen der Referenzwerte orientiert. Beim TSH z.B. geht der obere Referenzwert in manchen Laboren bis 4,2 μIU/ml. Viele Hashimotobetroffene fühlen sich aber schlecht, wenn der TSH bei 3 oder 4 liegt. Am wohlsten fühlen sie sich häufig eher, wenn der TSH in niedrigeren Bereichen liegt, also zwischen 0,5 und 2 μIU/ml. Manche Empfehlungen gehen sogar so weit zu sagen, dass der TSH-Wert bestenfalls bei ca. 1 μIU/ml oder unter 1 μIU/ml liegen sollte.

Folgend die Test-Eckdaten:

Was wird getestet: TSH

Optimaler Referenzbereich: zwischen 0,5-2 μIU/mL

Wie oft Sie testen sollten: Alle 4-6 Wochen, wenn Sie ein neues Medikament einnehmen, dann alle 6 Monate, wenn die Symptome stabil sind.

Bitte beachte: Lass den TSH-Wert am besten früh am Morgen messen und nimm Deine Schilddrüsenhormone erst nach der Blutabnahme, um genaue Ergebnisse zu erhalten, insbesondere wenn Du T3-haltige Medikamente einnimmst. Wenn Du Deine Medikation VOR der Blutabnahme einnimmst, dann kann Dein TSH erniedrigt sein und es so aussehen, als ob Du eher hyperthyreot bist, also eine Überfunktion hast.

Auch das Nahrungsergänzungsmittel Biotin, das häufig gegen Haarausfall eingesetzt wird, kann den TSH-Spiegel senken und den Eindruck erwecken, dass Du überdosiert bist oder eine Schilddrüsenüberfunktion hast. Biotin solltest Du mindestens 2 Tage vor einem TSH-Test pausieren.

2. Tests zum Schilddrüsenhormonspiegel

Es gibt ingesamt fünft Schilddrüsenhormone: T0, T1, T2, T3 und T4.

Am stoffwechselrelevantesten sind T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin). T4 wird als Prohormon bezeichnet und ist weniger biologisch aktiv als T3. T4 hat eine Halbwertszeit von circa einer Woche und kommt im Blutserum fast nur eiweißgebunden vor. Nur ca. 0,04 Prozent zirkulieren in der freien Form als fT4.

T3 dagegen hat eine 3-5-mal stärkere biologische Aktivität als T4 und eine Halbwertszeit von einem Tag. Im Gegensatz zu T4 wird T3 nur in geringen Mengen in der Schilddrüse produziert, kann aber bei Bedarf in bestimmten Organen, wie der Leber, aus T4 gebildet werden. Das ist die berühmte Konversion, die ich eingangs schon einmal erwähnt habe und bei der es ab und zu auch mal Probleme geben kann.

Ebenso wie das T3 liegt auch das T4 fast komplett an Proteine gebunden vor. Nur 0,4 Prozent zirkulieren in der biologisch aktiven Form als freies T3 (fT3).

T3 ist somit das wichtigste biologisch aktive Schilddrüsenhormon, und sorgt u.a. für kräftiges Haar, gibt uns Energie und steuert unseren Stoffwechsel.

By the way: Das, was im Körper natürlicherweise passiert,  passiert im Übrigen auch, wenn Du L-Thyroxin einnimmst. Denn L-Thyroxin ist ebenfalls t 4 und wird dann im Körper in T3 konvertiert.

Auf dem Papier funktioniert die Umwandlung von T4 in T3 einwandfrei, aber in der realen Welt, also im realen menschlichen Körper, haut die Umwandlung leider wie gesagt nicht immer so problemlos hin.

Um zu schauen, wie das Verhältnis von T4 zu T3 ist, ist es am einfachsten, die Werte für freies T4 und freies T3, also fT3 und fT4 zu messen.

Mit den Tests für freies T3 und freies T4 wird die Menge des im Körper zirkulierenden aktiven Schilddrüsenhormons gemessen. Und daran kann man jetzt verschiedenes ablesen: Du siehst z.B., ob die beschriebene Konversionsstörung vorliegt, außerdem kannst Du am Verhältnis TSH, T3 und T4 erkennen, welche Art von Funktionsstörung vorliegt, z.B. ob das Problem in der Schilddrüse selbst oder im übergeordneten Organ, der Hypophyse liegt.

Deshalb ist es eben so wichtig, neben TSH auch mal T3 und T4 zu messen.

Wie kannst Du denn jetzt feststellen, ob bei Dir die Umwandlung von T4 zu T3 korrekt erfolgt?

Schauen Dir dafür Deine Werte für freies T3 und freies T4 an. Wenn es gut läuft, sollten sich beide im optimalen Bereich befinden. Wenn aber nur der T4-Wert optimal ist, aber der T3-Wert außerhalb des Referenzbereichs liegt, dann weißt Du, dass Dein Körper nicht genügend T3 aus dem T4 herstellt.

Hierfür Empfohlener Test: Freies T3 und freies T4

Optimaler T4-Referenzbereich: 15-23 pmol/L

Optimaler T3-Referenzbereich: 5-7 pmol/L

Wie oft testen: Alle 4-6 Wochen, wenn Du ein neues Medikament einnimmst; danach alle 2-3 Monate, wenn Du schauen willst, wie sich Veränderungen in der Lebensweise auf Deine Werte auswirken, und dann alle 6-12 Monate, wenn die Symptome stabil sind.

Wichtig: Teste das freie T3 und das freie T4 früh morgens und nimm die Schilddrüsenhormone erst nach der Blutabnahme ein, um genaue Ergebnisse zu erhalten, insbesondere wenn Du T3-haltige Medikamente einnimmst.

Wenn Du Deine Medikamente vor dem Test einnimmst, kann dies zu einem falsch erhöhten T3-Wert (und manchmal auch T4) führen, so dass es so aussieht, als wärest Du falsch eingestellt, obwohl dies nicht der Fall ist. Auch das Nahrungsergänzungsmittel Biotin, das häufig bei Haarausfall eingesetzt wird, kann zu Verfälschungen der Schilddrüsenwerte führen. die T4- und T3-Werte fälschlicherweise erhöhen, so dass es ebenfalls so aussieht, als wärest Du überdosiert oder als hättest Du eine Schilddrüsenüberfunktion. Um auf Nummer Sicher zu gehen, macht es Sinn, Biotin mehrere Tage vor einer Blutabnahme zu pausieren.

Konversionsstörung Hashimoto
5 Faktoren, die die Konversion von T4 zu T3 erschweren

3. Schilddrüsen-Antikörper

Es gibt verschiedene Arten von Antikörpern gegen die Schilddrüse, die bei Schilddrüsenerkrankungen nachgewiesen werden können. Das Vorhandensein von Schilddrüsen-Antikörpern deutet darauf hin, dass die Schilddrüse vom Immunsystem als Fremdling angesehen wird, also eine Autoimmunerkrankung vorliegt.

Beim Hashimoto-Syndrom haben etwa 80 bis 95 Prozent der Patienten Schilddrüsenantikörper. Schilddrüsenantikörper sind in vielen Fällen der erste Hinweis auf ein Schilddrüsenproblem. Sie können 5, 10, manchmal sogar 15 Jahre lang erhöht sein, bevor eine Veränderung des TSH-Wertes überhaupt festgestellt wird. Erhöhte Schilddrüsen-Antikörper, selbst bei einem „normalen“ TSH-Wert, bedeuten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Deine Schilddrüse so weit zerstört ist, dass sie keine ausreichenden Hormonmengen mehr produzieren kann.

Manche Ärzte sagen, dass man, wenn man einmal Schilddrüsenantikörper hat, immer Schilddrüsenantikörper haben wird, so dass die tatsächliche Zahl keine Rolle spielt, da die Antikörper zufällig schwanken können. Ich sehe das ganz anders! Antikörper schwanken als Reaktion auf bestimmte Auslöser, und nach meiner Erfahrung können sie ein mega hilfreicher Marker für die Verfolgung des Krankheitsverlaufs sein.

Die häufigsten Antikörper beim Hashimoto-Syndrom sind die Schilddrüsenperoxidase-Antikörper (TPO-Antikörper) und Thyreoglobulin-Antikörper (TG-Antikörper). Die meisten Menschen mit Hashimoto weisen eine Erhöhung eines oder beider Antikörper auf. TPO-Antikörper sind am häufigsten. Schilddrüsenantikörper sind oft jahrzehntelang erhöht, bevor eine Veränderung des TSH-Wertes beim Hashimoto-Syndrom festgestellt wird.

Schilddrüsen-Antikörper können zu diagnostischen Zwecken eingesetzt und überwacht werden, um den Krankheitsverlauf zu verfolgen. Wie bereits erwähnt, weisen Schilddrüsenantikörper auf eine aktive Zerstörung der Schilddrüse hin. Diese Zerstörung kann mit einer Reihe von Symptomen einhergehen wie z.B. Haarausfall, Gewichtszunahme, Depressionen, Panikattacken, Angstzustände, Fehlgeburten/Unfruchtbarkeit, Karpaltunnelsyndrom, Müdigkeit und Libidoverlust.

Viele Schilddrüsenerkrankte werden von ihrem Behandler nicht ernstgenommen, weil die Laborwerte noch in Ordnung sind, die Betroffenen aber trotzdem unter massiven Beschwerden leiden. Sie werden dann als Hypochonder hingestellt, was nicht nur sehr verletzend, sondern auch entmutiend für die betreffenden Menschen ist.

Hypochondrie ist eine Diagnose, die ich sehr ablehne, weil sie die Intuition des Patienten, dass etwas nicht stimmt, ignoriert. Sie führt oft zu Scham, Entmachtung, Hilflosigkeit und zur Zerstörung des Vertrauens, das wir in unsere eigene geistige und körperliche Verbindung haben sowie in das Gesundheitsversorgungsmodell und in die Möglichkeit, jemals gesund zu werden. Lass Dir daher an dieser Stelle bitte gesagt sein: Wenn Du Beschwerden hast, dann hast Du Beschwerden. PUNKT! Nur, weil etwas mit den Standardwerten nicht messbar ist, heißt es nicht, dass es nicht da ist! Deshalb ja auch dieser Artikel! Hier erfährst Du, welche Werte Du überprüfen lassen solltest, damit Deine Symptome gesehen und ernstgenommen werden.

Wenn Du nun Deine Werte hast checken lassen und Deine Antikörper erhöht sind, Dein TSH aber normal ist, dann ist die gute Nachricht, dass nicht nur alle Symptome rückgängig gemacht, sondern auch Schäden an der Schilddrüse verhindern werden können!

Wie bereits erwähnt, können Schilddrüsenantikörper als Marker zur Überwachung des Krankheitsverlaufs und der Remission verwendet werden. Deshalb überwache ich die Schilddrüsen-Antikörper bei meinen Klienten gerne. In meinem Onlinekurs machen wir zu Beginn auch eine Bestandsaufnahme der Schilddrüsenantikörper, so dass Du dann im Verlauf auch sehr schön sehen kannst, wie sie sich durch die Maßnahmen des Kurses kontinuierlich normalisieren.

Hier findest Du eine Übersicht, welche Antikörperwerte als aggressiv erhöht angesehen werden und welche Werte ich bei meinen Klienten anstrebe.

Schilddrüsen-Antikörper über 500 IE/ml gelten als aggressiver Fall von Hashimoto.

Antikörper unter 100 IU/mL weisen auf eine Remission oder einen weniger aggressiven Fall hin.

TPO Antikörper unter 35 IU/mL bedeuten, dass Du nach den Standards der Schulmedizin Hashimoto-frei bist.

Bestenfalls solltest Du jedoch antikörperfrei sein.

Empfohlene Tests: TPO, TG für Hashimoto

TPO-Referenzbereich: <35 IU/ml

TG-Referenzbereich: <100 IU/mL

Wie oft Du testen solltest: Ich empfehle, die Schilddrüsen-Antikörper alle 60-90 Tage zu kontrollieren, um festzustellen, ob die Veränderungen in Deiner Lebensweise schon angeschlagen haben. Ein Rückgang dieser Antikörper, vor allem wenn er mit einem Rückgang der Symptome einhergeht, ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich Dein Zustand verbessert hat und Du mit Deinen Heilungsmaßnahmen auf dem richtigen Weg bist!

4. Der Schilddrüsen-Ultraschall

Manche Menschen können an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, ohne dass in ihrem Blutbild erkennbare Veränderungen vorliegen. Studien deuten darauf hin, dass bei 10 bis 50 Prozent der Menschen mit Hashimoto-Syndrom keine positiven Antikörper nachgewiesen werden können. In diesen Fällen kann es sich um eine weniger aggressive Form des Hashimoto-Syndroms handeln, die als sog. seronegatives Hashimoto-Syndrom bezeichnet wird.

Besonders dann, aber natürlich NICHT NUR DANN sollte ein Schilddrüsen-Ultraschall eingesetzt werden, um körperliche Veränderungen in der Schilddrüse festzustellen, die auf das Hashimoto-Syndrom hindeuten.

Ein Schilddrüsen-Ultraschall hilft Dir und Deinem Arzt festzustellen, ob bei Dir Veränderungen vorliegen, die auf Hashimoto hindeuten.

Schilddrüsenultraschall
Schilddrüsenultraschall

Der Ultraschall bzw. die Sonographie gehört leider immer noch nicht zu den Routineuntersuchungen, obwohl die Fachgesellschaften das immer wieder fordern. Aber um diesen Standard zu erreichen, werden sicher noch einige Jahre ins Land gehen. Ich selbst bin immer wieder überrascht, wenn meine Klienten mir erzählen, dass bei ihnen noch nie jemand einen qualifizierten Ultraschall durchgeführt hat oder der letzte über 10 Jahre zurückliegt.

Gerade beim Hashimoto sollten aber regelmäßige Sonographiekontrollen erfolgen, um zu schauen, wie die Größe und das Gewebe des Organs ausschauen. Insbesondere dann, wenn Kinderwunsch besteht oder wenn Auffälligkeiten gefunden wurden, sollten regelmäßige Sono Kontrollen erfolgen. Speziell zur Sonographie hab ich in der Folge bzw. dem Artikel zum Thema, wie Du den richtigen Arzt bei Hashimoto findest, noch ein paar wichtige Hinweise gesagt, die Dir auch speziell dabei helfen, einen qualitativ hochwertigen Ultraschall zu bekommen. Hör bzw. schau da gern nochmal vorbei.

So. Kommen wir noch zu einem andern Test, der zwar sehr wichtig ist, aber trotzdem immer noch ziemlich vernachlässigt wird:

5. Der Reverse-T3-Test

Die Bedeutung von Reverse T3 (rT3)

Das Reverse T3 (rT3) ist eine biologisch inaktive Form von T3. Wenn die Leber T4 zu T3 konvertiert, erzeugt sie dabei auch einen Teil Reverses T3. Auch der Körper wandelt T4 in rT3 um, um überschüs­siges und unnötiges T4 zu beseitigen. Wichtig zu wissen: fT3 und rT3 besetzen dieselben Rezeptoren. Das rT3 aktiviert sie aber nicht, sondern blockiert sie nur. So kann ein erhöhtes rT3 die Umwandlung von T4 zu T3 hemmen – ein Problem, das z.B. bei falscher T4-Substitution auftreten kann.

Die Folge ist dann, dass wenn Du eine hohe rT3 Produktion hast, Deine Schilddrüsenwerte normal erscheinen können, Du aber trotzdem Symptome einer Unterfunktion haben kannst.  Deshalb macht es Sinn, auch mal das rT3 zu messen. Welche Korrekturoptionen es hier dann gibt, darauf gehe ich in unserem Schilddrüsen Empowermentkurs noch genauer ein.

Empfohlene Tests: Reverses T3 (rT3)

Optimaler rT3-Referenzbereich: 11-18 ng/dl

Wie oft Du testen solltest: Ca. alle halbe Jahre

So, kommen wir jetzt noch zu den Symptomen, die Du im Rahmen Deiner Schilddrüsenerkrankung entwickeln kannst und die Dich dazu veranlassen sollten, bestimmte Blutwerte zu messen.

6. Deine Symptome

Nicht zuletzt sollten auch Deine Symptome als wichtiger Schilddrüsentest dienen. Achte bitte darauf, auf Deinen Körper zu hören – nur Du kennst seine subtilen Botschaften!

Unsere Symptome geben wichtige Hinweise darauf, was in unserem Körper vor sich geht, und diese Symptome können sich ändern, wenn sich unser Schilddrüsenhormonspiegel verändert.

Vielleicht beobachtest Du Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie z. B.:

  • Verlangsamter Stoffwechsel, der zu Gewichtszunahme führt
  • Vergesslichkeit
  • Kältegefühl oder Kälteunverträglichkeit
  • Depressionen
  • Müdigkeit
  • Trockene Haut
  • Verstopfung
  • Trockenes, glanzloses Haar
  • Muskelkrämpfe/ Muskelkater
  • Gelenkschmerzen und Steifigkeit
  • Verlust des äußeren Augenbrauendrittels
  • Starke Menstruationsblutungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Aufgedunsenes Gesicht
  • Langsamer Herzschlag
  • Brüchige Nägel
  • Arthritis

Oder Du bemerkst Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder eines Überschusses an Schilddrüsenhormonen, wie z. B:

  • Gewichtsabnahme
  • Herzklopfen
  • Angstzustände
  • Vorgewölbte Augen
  • Zittern
  • Reizbarkeit
  • Unregelmäßige Menstruationsblutungen
  • Müdigkeit
  • Hitzeunverträglichkeit
  • Erhöhter Appetit
  • Haarausfall
  • Vergrößerte Schilddrüse
  • Schwitzen
  • Häufiger Stuhlgang
  • Unfruchtbarkeit
  • Weiche Nägel
  • Warme, feuchte Handflächen
  • Zittern der Finger
  • Schlaflosigkeit
  • Schwäche der Muskeln
  • Nervosität

Zusätzlich zu vielen der Symptome, die wir häufig im Zusammenhang mit Hyper- und Hypothyreose sehen, treten bei Hashimoto auch häufig folgende Symptome auf:

  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Gewichtszunahme
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Brain Fog (Kopf wie in Watte gepackt, Denken schwierig)
  • Kalte Hände und Füße
  • Magen-Darm- Probleme
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Einige dieser Symptome können direkt auf einen Mangel an Schilddrüsenhormonen zurückzuführen sein. Andere können auf Begleitprobleme hindeuten, die bei vielen Menschen mit Hashimoto auftreten. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen DEINES Hashimoto-Syndroms zu ermitteln, damit Du dann bereits die ersten Schritte in Richtung Heilung unternehmen kannst! Wichtig: Dokumentiere Deine Symptome sowohl zu Beginn als auch im Verlauf der Erkrankung. So kannst Du Deine Beschwerden sowohl mit Deinen Laborwerten als auch mit Deiner Medikation perfekt abgleichen und bei Bedarf gegensteuern. Im Schilddrüsenempowermentkurs erhältst Du von mir ein spezielles Journal, mit dem Du Deinen Genesungsverlauf perfekt tracken kannst.

Wenn Du Dich für den Kurs interessierst, dann trag Dich gerne kostenlos und völlig unverbindlich in die Warteliste ein. So bekommst Du alle News und erfährst direkt, wenn es losgeht.

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