Perfektionismus – Warum er Dich krank macht und wie Du ihn überwindest

Warum er Dich krank macht und wie Du ihn überwindest
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Hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode!

Heute geht es um ein Thema, das ich in meinen Mentorings oft und besonders mit meinen Hashimoto Mentees regelmäßig erlebe und was ihnen regelmäßig Steine in den Weg legt, wenn es darum geht, zu ihrer inneren Power zu finden und ihre Erkrankung zu überwinden – nämlich der Perfektionismus. Ich spreche heute darüber, warum Dich das aufhält, wie das lange Zeit auch mein ständiger Begleiter war und welche Möglichkeiten und Wege es gibt, um da rauszufinden. Das Thema kann übrigens auch sehr spannend für Dich sein, wenn Du keinen Hashimoto hast, denn der Perfektionismus ist sicher nichts, was nur Hashimoto Betroffene kennen.

Und falls Du unter einer chronischen Erkrankung leidest wie Hashimoto, Neurodermitis, Fibromyalgie oder Reizdarmsyndrom, Dich von Gott und der Welt verlassen fühlst, weil Dich niemand ernst nimmt oder Dir immer nur alle einreden, dass Du halt damit leben mußt, Dich aber nicht damit abfinden willst, dann komm zu mir ins Hypnomentoring, wo ich Dich mit all meinem medizinischen Wissen begleite und wir mit Hilfe der Hypnose an Dinge herankommen, die Du auf bewußtem Wege so sicherlich nicht erreichst.

Also, wenn das was für Dich ist, dann nimm Kontakt zu mir auf und vereinbare Dein kostenloses Erstgespräch bei mir. Ich freu mich auf Dich!

Der Perfektionismus, um den es heute geht, ist ein Phänomen, das mir in meinen Mentorings regelmäßig begegnet und das in der Tat ein riesiger Hemmschuh ist, wenn es um persönliche Heilung, das eigene Wachstum und die Weiterentwicklung geht. Es ist auffallend, dass er sich besonders gerne bei der Hashimoto Thyreoiditis findet, der Autoimmunerkrankung, von der so 6-8 Mio Deutsche betroffen sind. Auffallend ja, aber nicht verwunderlich, denn beim Hashimoto geht es ja um das eigene Deckeln, die eigene Begreunzung, die sich mit Hilfe des Perfektionismus sehr gut herstellen läßt. Tja, mit dem Perfektionismus baust Du Dir Deinen eigenen Knast und das bleibt nicht ohne Folgen für Deine Gesundheit.

Was macht Perfektionismus aus?

Fangen wir aber erstmal damit an, was einen Perfektionisten überhaupt ausmacht. Denn es geht dabei nicht nur darum, alles immer ganz genau und perfekt zu machen, sondern es geht hier um sehr viel mehr.

Das Problem mit dem Perfektionismus ist, dass sich die Betroffenen in einem wahren Dilemma befinden. Eine Art Teufelskreis und wie ich grad schon sagte: Knast, selbst erschaffen und so gebaut, dass es den Betroffenen sehr schwer fällt, daraus auszubrechen. Denn obwohl ein Perfektionist immer emsig schafft und arbeitet, hat er das Gefühl, er sei total faul. Arbeit gibt’s schließlich immer und deshalb gibt’s auch keine Pausen. Das trifft sowohl für die bezahlte Arbeit als auch für die zuhause zu. Das führt natürlich sehr schnell zur Selbstausbeutung. Bis zum Umfallen wird da gearbeitet. Und dabei bemerkt derjenige gar nicht, dass die Arbeit und die Aufgaben immer mehr zur Daseinsberechtigung werden.

Das heißt, wenn Du nicht unglaublich viel wegarbeitest und möglichst immer beschäftigt bist, dann bist Du in Deinen eigenen Augen nichts wert. Völlig egal, was Du bisher schon geleistet hast, ob Du Mutter oder Vater bist, Führungskraft, schon diverse Ausbildungen gemacht hast – das zählt alles in dem Moment gar nicht. Spannend ist an dieser Stelle außerdem, dass Du eine chronische Aufschieberitis entwickelst und mit dem Perfektionismus die absolut genialste Ausrede ever hast. Warum? Ganz einfach: Wenn Du stundenlang am Design eines Powerpointslides herumbastelst, anstatt Dich mit anderen dringenden Aufgaben zu beschäftigen, hast Du natürlich eine prima Ausrede, die weniger spannenden Tätigkeiten rauszuzögern. Du kannst immer sagen: Ich hab so lange an dieser wichtigen Präsentation gearbeitet. Leider konnte ich da das neue Hygienekonzept noch gar nicht lesen. Tja, mach ich aber noch, versprochen…HM ja!

Perfektionisten sind wenig kritikfähig

Hinzu kommt, dass Perfektionisten meist sehr angefaßt reagieren, wenn es Kritik gibt. Das ist nämlich so ein wunder Punkt bei ihnen: denn die Kritikfähigkeit ist bei ihnen in der Regel nicht besonders gut ausgeprägt. Kritik – sei sie auch noch so sachlich oder konstruktiv – wird in der Regel sehr persönlich genommen und kann dann schnell in einer emotionalen Eskalation enden. Das kann in der Familie und der Beziehung dann natürlich zu einer echt heftigen Belastungsprobe werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass Perfektionisten alles am liebsten selbst erledigen und nichts abgeben können, weil sie denken, sie allein könnten es am besten. Vielleicht kommt das dem einen oder anderen bekannt vor. Auf der Arbeit versinkt der Perfektionist in Aufgaben, kann nix delegieren, macht deshalb Überstunden ohne Ende und zuhause geht das gleiche Spielchen dann weiter. Die Wäsche wird nur richtig sauber, wenn Du sie wäscht, nur Du weißt, wie die Spülmaschine vernünftig eingeräumt wird und niemand putzt die Fenster besser als Du.

Ja! Falls Dir das jetzt irgendwie bekannt vorkommt, dann bist Du ein heißer Kandidat für den Perfektionismus.

Grundsätzlich ist ja nichts falsch daran, Dinge vernünftig zu erledigen, Ordnung zu halten und gründlich zu putzen. Problematisch wird es aber eben dann, wenn es zur Sucht oder quasi zum Zwang wird. Denn dann macht es eben krank!

Die dauernde Beschäftigung füllt die innere Leere

Die Beschäftigung füllt die innere Leere – aber nur scheinbar. Denn in Wahrheit füllt die Geschäftigkeit natürlich gar nichts. Das wird spätestens dann klar, wenn Umstände wie z.B. eine Krankheit den Perfektionisten dazu zwingen, eine Pause einzulegen. Denn dann ist auf einmal gaaanz viel Zeit da, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Und das bedeutet für diese Menschen zunächst einmal ein ziemliches Autsch! Denn diese Konfrontation mit sich selbst kann ganz schön schmerzhaft sein. Denn Du mußt Dich ja jetzt plötzlich mit Dir selbst beschäftigen, Dich mit Deinen Marotten auseinandersetzen und das alles aushalten. Uuiuiui

Aber, so unangenehm es am Anfang vielleicht auch ist: Dieses Autsch entpuppt sich doch meist schnell als sehr heilsam. Denn die Innenschau läßt neue Perspektiven zu, schafft Raum für plötzlich ganz andere Sachen und so unangenehm eine verordnete Zwangspause auch immer ist, sie schafft gleichzeitig eine sehr gute Rechtfertigung für den Betroffenen, tatsächlich einmal nichts zu tun und sich dabei nicht als Versager fühlen zu müssen – denn: es geht ja grad gar nicht anders. Und zum ersten Mal hast Du Zeit zu verschnaufen. Du fängst an, die Dinge zu hinterfragen und begreifst endlich, dass Du die ganze Zeit eigentlich die falschen Prioritäten gesetzt hast. Zumindest ging es mir so, als ich vor einigen Jahren ein Fatigue – Syndrom entwickelt hab, ein Erschöpfungszustand, der mich zwang, wochenlang im Bett zu bleiben, weil ich nicht mehr aufstehen konnte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr und war maximal erschöpft.

Und das war für jemanden wie mich, der immer nur am Rödeln war, sich beruflich und privat immer bis zur totalen Erschöpfung verausgabt hatte und im Prinzip die ganze Zeit auf der Flucht gewesen war, die Höchststrafe. Aber natürlich nur auf den ersten Blick. Denn mir wurde nach und nach klar, dass es eigentlich gar keine Strafe, sondern vielmehr ein Segen gewesen war, denn ich verstand, dass ich all die Jahre tatsächlich immer nur auf der Flucht gewesen war, auf der Flucht vor mir selbst.

Und dabei die eigentlich wichtigen Dinge aus dem Blickfeld verloren hatte. Ich begriff, dass, wenn ich so weitermachen würde, mich das sicherlich komplett zerstören würde. Es gab also nur einen Weg, nämlich den der Veränderung. Ich mußte lernen, meine Prioritäten zu verschieben und den wirklich wichtigen Dingen meine Aufmerksamkeit zu schenken. Das war am Anfang nicht so leicht, funktionierte aber nach und nach immer besser. Und mit der Veränderung meines Verhaltens wurden auch meine Beschwerden besser und verschwanden schließlich sogar ganz. Denn ich hatte meine Lektion gelernt.

Die Heilung des Perfektionismus kann Erkrankungen wie Hashimoto und das Fatigue Syndrom wirksam lindern

Und das funktioniert im Übrigen nicht nur mit dem Fatigue Syndrom, sondern auch z.B. mit dem Hashimoto. In meinen Mentorings begleite ich ja regelmäßig Klienten mit diesen Krankheitsbildern und es ist faszinierend, welche tiefgreifenden Veränderungen und Heilungsprozesse möglich sind, wenn bereits an nur wenigen Stellschrauben gedreht wird.

Und wenn wir uns an dieser Stelle jetzt mal auf den Perfektionismus fokussieren – denn das ist ja heute unser Thema hier, dann gibt es so einiges, was Du tun kannst, um ihm endlich abzuschwören. Dazu sei aber gesagt: Das geht nicht von heute auf morgen und auch nur, wenn Du Dich bewußt dazu entscheidest. Denn so nervtötend der Perfektionismus auch ist, so bringt er doch auch viele Vorteile mit sich: eine stets aufgeräumte und geputzte Bude, perfekt organisierte Tagesabläufe, makellose Powerpointpräsentationen und immer gestylte Haare. Und das jetzt alles plötzlich aufgeben? Alles im Chaos versinken lassen und in die Verwahrlosung abrutschen?? Was sollen denn da die Nachbarn denken oder die anderen Kitamütter? Oder der Typ, der die Heizungsanlage wartet? Nee, das geht gar nicht!

Ja, das sind dann so die typischen Gedanken, die kommen, oder?

Die Angst, nicht mehr perfekt zu funktionieren. Im Wettbewerb mit den anderen Müttern nicht mehr bestehen zu können. In den Augen der Freunde zu verwahrlosen…das sind die Gedanken, die uns Perfektionisten bei der Stange halten. Das treibt uns an. Wir wollen uns nicht blamieren. Es ist uns peinlich, wenn wir keine perfekt gewienerte Bude vorzeigen können. Schließlich ist es bei allen anderen Müttern ja auch perfekt, oder? Ja, das denkt man immer, aber ich glaube, ich verrate Dir jetzt kein Geheimnis, wenn ich Dir sage, dass das nicht so ist. Selbst in den aufgeräumtesten Haushalten liegt mal was rum, besonders, wenn dort Kinder wohnen. Am besten mehr als nur eins. Denn spätestens ab zwei Kindern zieht die Entropie bei Dir ein und Du kannst jeden Tag und rund um die Uhr gegen das Chaos ankämpfen. Oder Du läßt es. Deine Entscheidung.

Sich von der Sklaverei der Chaosbeseitigung befreien!

Ich persönlich habe irgendwann für mich beschlossen, mich nicht mehr der Sklaverei der Chaosbeseitigung zu unterwerfen. Wenn Besucher nicht mit einem gewissen Maß an kreativer Haushaltsführung klarkommen, dann sind sie bei uns falsch.

SO hart das jetzt tatsächlich klingen mag, aber ich habe mich wirklich von solchen Menschen sukzessive verabschiedet. Von Menschen nämlich, die einen in ihren eigenen Perfektionismuswahn mit hineinziehen. Von Menschen, die einem suggerieren, dass man chaotisch wäre. Und dabei ist das Wort „Chaos“ ziemliche Definitionssache. Ich persönlich habe Menschen gekannt, für die war eine herumliegende Socke bereits Chaos! Ich weiß ja nicht, zu welcher Fraktion Du gehörst, aber ne Socke ist für mich inzwischen notwendige Zimmerdekoration. Wenn nicht irgendwo Kindersocken rumliegen, dann fließt das Chi irgendwie nicht. Aber da darf jeder seine eigene Meinung haben. Apropos: Die Großzügigkeit, anderen ihre Meinung und ihre Lebensgestaltung zu lassen, ist auch etwas, was unglaubliche Entspannung ins eigene Leben bringt. Ebenso wenn Du aufhörst, Dich ständig mit anderen zu vergleichen. Denn diese Vergleicherei macht Dich auf Dauer definitiv unglücklich und kann einen sogar krank machen. Ich nehme das besonders bei Müttern sehr stark wahr.

Bevor Du Kinder kriegst, schaust Du ja vielleicht bei andren Frauen, wie sie angezogen sind, was sie fürn Macker haben, was sie fürn Auto fahren oder was auch immer. Das sind so, ich würd mal sagen, die normalen Vergleiche unter Frauen. Gibt’s natürlich auch bei Männern – ganz klar. Aber ich möchte mal jetzt bei der Frauenfraktion bleiben – ganz einfach, weil ich selber eine bin.

So. Wenn aus Frauen jetzt aber irgendwann Mütter werden, dann wird das Ganze plötzlich episch. Denn schließlich geht es ja um das Kind. Und für den Nachwuchs ist schließlich das Beste gerade gut genug, oder? Und dementsprechend werden die Ansprüche an sich selbst und die Umwelt immer höher geschraubt. Das geht schon in der Schwangerschaft los: die perfekte Ernährung, das richtige Schwangerschaftsyoga bis hin zur perfekten Entbindungsart und natürlich dem angesagtesten Entbindungsort. Aber so richtig gebattelt wird dann, wenn das Kind da ist. Da werden dann die Wochenmärkte nach den erntefrischesten Pastinaken abgesucht, die Mütter überbieten sich mit den verrücktesten Thermomix-rezepten für Babybreie zum Selbstkochen und schauen eifersüchtig, wer die keimfreieste und neurokognitiv fördernste Wohnumgebung hat.

Gut, ich muß zugeben, am Anfang hat mich das damals auch ziemlich nervös gemacht. Denn ich war ja praktisch immer berufstätig und hatte für Babytantramassage, Pekip-Nacktkrabbelgruppen und Frühchinesisch keine Zeit und ehrlich gesagt auch keinen Sinn. Deshalb fühlte ich mich natürlich auch immer son bißchen mies und hielt mich für eine grottige Mutter. Gut, fürs Grottigfühlen reichte es schon, dass ich berufstätig war, denn wenn ich mal einer anderen Mutter auf dem Spielplatz begegnete, wurde mir meistens freudig entgegengeflötet, dass jetzt erst einmal drei Jahre Elternzeit anstünden, schließlich wolle man sich genügend Zeit fürs Kind nehmen.

Wozu hat man schließlich Kinder, oder? Eine gute Mutter betreut ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren selber und zuhause. Äh… Ja. Ich hätte mir damals von vielen anderen Müttern ehrlich gesagt die gleiche Toleranz mir gegenüber gewünscht wie ich sie ihnen entgegen gebracht habe. Denn ich bin der Meinung, dass es jeder so machen soll wie er denkt. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, sondern nur ein – damit fühlen sich mein Kind und ich wohl oder nicht.

Gut, aber da mußte ich auch erstmal hinkommen. In der Anfangsphase war ich sehr verunsichert. Und diese Verunsicherung nehme ich auch bei vielen anderen Frauen wahr insbesondere bei den Frauen in meinen Mentorings. Und das kommt nicht von ungefähr. Durch diese ewigen Vergleiche verlieren wir den Zugang zu unserem inneren Kompass. Wir wissen irgendwann nicht mehr, was eigentlich noch richtig oder falsch ist. Und was ich damals nicht auf die Kette gekriegt hab, war die Tatsache, dass es ja gar nicht die anderen Mütter warn, die mir ein schlechtes Gewissen gemacht haben oder wegen denen ich immer mit der Überzeugung nach Hause schlich, mein Kind zu vernachlässigen und ihm nicht die bestmöglichen Lebensumstände zu bieten.

Nee. Das war ganz allein ich, die sich da diesen Stress gemacht hat. Weil: Die anderen Mütter oder allgemein Frauen haben das in den wenigsten Fällen bewußt induziert oder von sich behauptet, die Weisheit mit Schöpfkellen in sich hineingeschaufelt zu haben – und..wenn wir mal von diesem Mütterding wegkommen und es verallgemeinern ist es ja auf alle Vergleiche anwendbar. Jeder Mensch lebt in seinem Mikrokosmos mit seinen eigenen Überzeugungen, seinem Erfahrungsschatz, seinen Prägungen und Glaubenssätzen.

Und das ist ok. Die Welt von Anna ist anders als die von Petra. Sie ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders. Mutter xy blieb die ersten drei Jahre nach der Geburt des Kindes zuhause, ich nicht. Na Und? Wer ist jetzt die bessere Mutter? Und wer entscheidet das? Ich wußte für mich, dass ich bekloppt werde ohne regelmäßige berufliche Herausforderung. Das heißt, ich wäre eine schreckliche Mutter gewesen, weil immer mies drauf und gelangweilt. Und das wäre fürs Kind total doof gewesen. Also habe ich da nach Lösungen gesucht und welche gefunden.

Drei Kinder später geht mir das ganze Getue glücklicherweise am Arsch vorbei, denn erstens hab ich jetzt noch weniger Zeit als früher für irgendwelche überambitionierten frühpädagogischen Spielchen und zweitens habe ich verstanden, dass es auf selbstgekochte Pastinakenbreie nicht ankommt – mag sowieso kein Schwein – mir haben meine Kinder das jedenfalls immer ins Gesicht geworfen. Aber egal! Auf diese Breie kommt es nicht an. Auch nicht auf Pekip, vegane Krabbelgruppen und Baby-Yoga.

Sicher, schaden tut dieser ganze Beschäftigungswahnsinn den Kleinen sicherlich nicht. Aber wirklich nötig? Ich glaub nicht. Meiner Meinung und Erfahrung nach kommt es in erster Linie darauf an, dass Du Dein Kind liebst, dass es sich jederzeit – auch nachts bei Dir geborgen und willkommen fühlt und mit seinen Sorgen immer gerne zu Dir kommt. Dass Du die Zeit, die Du mit ihm verbringst, bewußt verbringst und nicht 1000 Sachen nebenher machst, sondern tatsächlich dann zu 100% für das Kind da bist.

Und was auch sehr wichtig ist, dass Du innerlich gelassen bist. Denn bist Du es nicht, dann überträgt sich das sofort auf Dein Kind und übrigens auch auf Deinen Partner. Deshalb sag ich immer: Leben und leben lassen. Jeder soll schließlich nach seiner Fasson selig werden. Und deshalb lass Dich bitte nicht verunsichern, lass Dir nicht das Gefühl geben, nicht richtig zu sein, nicht perfekt oder eine fürsorgliche Supermutter, nur weil Du mal mittags ne Dose aufgemacht hast, anstatt frisch zu kochen. Ja, was für ne Sünde! Dass das nicht super gesund ist, weißt Du selber. Aber in dem Moment ging das halt mal nicht anders. Na und? Es bringt niemanden um.

Die Kids sind satt und Du hast in dem Moment Zeit gespart, die Du dringend brauchtest. Oder auch das leidige Sockenthema. Ich hab neulich eins meiner Kinder von einem Playdate abgeholt und das erste, was mir die Mutter statt einer Begrüßung sagte, war: Sie hat ja zwei verschiedene Socken an! Huch! JA, wie schrecklich! Katastrophal!! Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte! Das muß irgendein heimtückischer Sockengnom gemacht haben, als ich nicht hingeschaut hab!! HAHAH! Jo! Also, die Wahrheit ist:

Ich habe zuhause mindestens 60 einzelne Kindersocken, bei denen der Partner stiften gegangen ist und die ein glückliches, polygames Leben führen. Denn jede Socke darf sich mit jeder anderen mal zusammentun – egal welche Farbe oder welches Muster sie jeweils haben. Eine SockenKommune sozusagen. Und wies aussieht, sind die Socken damit sehr glücklich – die Kinder übrigens auch – die findens nämlich lustig. Und außerdem kann man damit ganz gut das Auseinanderhalten von rechts- links trainieren.

Es sind nur Socken, Himmel nochmal!

Hach, was hab ich mir früher darüber nen Kopp gemacht! Ich bin so froh, dass mir das inzwischen scheißegal ist. Socken!Himmel! Who cares! Es sind nur Socken! Hauptsache, sie passen und halten warm, oder? Es gibt doch deutlich wichtigere Dinge im Leben, oder?

 Z.B. dass die Kinder sich geliebt und beschützt fühlen. Dass wir Eltern ein offenes Ohr für sie und ihre Sorgen haben, sie ernstnehmen, wertschätzen und ihnen Halt geben. Ich muß oft an das Zitat von Heinrich Heine denken: „Mit einer Kindheit voller Liebe kann man es ein ganzes Leben aushalten.“ Da ist so viel Wahres dran! Und Liebe ist das Entscheidende. Liebe, Verständnis und Wertschätzung. Wenn Du das Deinem Kind geben kannst, dann sind Socken egal! Dann ist auch ab und zu ein Fertiggericht aufzuwärmen, egal. Dann kann die Wäsche auch mal 2 Tage länger ungefaltet im Korb bleiben. Das ist alles egal.

Du bist trotzdem eine tolle Mutter!

Deshalb bist Du immer noch eine tolle Mutter. Denn die Dose macht nicht den Unterschied, sondern Du. Und Du darfst auch mal Dein Recht einfordern. Du darfst Dich auch mal ausruhen, es muß nicht immer alles perfekt sein, alles aufgeräumt, gesaugt, geputzt, geordnet. Es ist nicht schlimm, wenn die Kinder müffeln, aber erst am nächsten Tag baden. Oder wenn Du mal nen Fleck auf dem Kleid hast oder Dich abends vor lauter Erschöpfung aufs Sofa schmeißt, anstatt die Küche aufzuräumen. Es ist ok. Du bist ok. Und Dein Umfeld und Deine Kinder spüren das. Und mit einemmal kehrt Ruhe ein. Innere Ruhe. Zufriedenheit, Gelassenheit. Und Du merkst, dass diese künstlichen Maßstäbe, die gesichtslose Unbekannte angeblich festgelegt haben, völlig bedeutungslos für Dich sind. Das Wichtigste ist, dass es Dir und Deinen Lieblingsmenschen gut geht. Dass Ihr glücklich seid. Alles andere findet sich.

Und der größte Friedensstifter dabei ist immer noch das wie ich es gerne nenne: „Kontrasten“. Und ich meine damit das Gegenteil von Vergleichen! Diese scheiß Vergleiche immer! Die andere ist toller, schlanker, sportlicher, hübscher, hat das größere Haus, das fettere Auto, den braveren Hund… Würg!

Vergleiche sind nur gut, wenn sie der Inspiration dienen. Aber sie sind der moralische Tod, wenn es ums Ranken geht. Deshalb: lass das Vergleichen sein. Sei Du selbst, fall aus der Rolle, sei wild, mach verrückte Sachen. Leb Dein Leben und kopier nicht jemand anderen.

Vielleicht kostet das am Anfang etwas Überwindung. Aber ich kann Dir versichern, es ist gar nicht so schwer wie Du denkst. Und das Tolle: Du ziehst plötzlich Menschen in Dein Leben, die Dich auf ganz besondere Weise inspirieren, unterstützen und bereichern – nicht nur auf Freundschafts -, sondern auch auf der Partnerschaftsebene.

Sei echt, sei Du selbst und zeig Dich wie Du bist. Denn Du trägst das Göttliche in Dir! Zeig es und lass es raus. Die Menschen, die Dich lieben, werden Dich dafür feiern. Und die anderen brauchst Du nicht zu beeindrucken. Denn: Don´t give a shit what other people say!

In diesem Sinne hoffe ich, dass Dich diese Episode ein wenig inspirieren konnte, Dich von Deinem Perfektionismus zu verabschieden und Deine wahre Essenz in Dir zu erkennen.

Schreib mir gern, was die heutige Folge für Gedanken in Dir ausgelöst hat und teile die Episode gern mit allen Menschen, die Dir am Herzen liegen und für die sie ebenfalls interessant sein könnte.

Hab noch einen tollen Tag, wo auch immer Du grad bist und vergiß nicht, Du bist göttlich!

Deine Doro

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