ERNÄHRUNG BEI HASHIMOTO

Dr.MED.DOROTHEA LEINUNG

Heute geht es um eins der wichtigsten Themen für den Genesungsweg Weg bei einer Autoimmunerkrankung wie dem HAshimoto: Nämlich die Ernährung speziell beim Hashimoto. Um es gleich vorweg zu nehmen. Es gibt hier nicht das EINE PATENTREZEPT, sondern eine antientzündliche Ernährung ist eine sehr individuelle Angelegenheit, für die es allerdings Empfehlungen und Regeln gibt, die Dir helfen, die für Dich richtige Ernährung zu finden.

Im heutigen Artikel gehe ich darauf ein:

  • Was bei einer Ernährungsumstellung allgemein wichtig ist
  • Worauf besonders Veganer und Vegetarier achten sollten
  • Was sich gerade bei Hashimotobetroffenen besonders bewährt hat
  • Und was von Vielen noch immer total unterschätzt bzw. vernachlässigt wird

Und wenn Du auch unter einem Hashimoto leidest und Dir hier ebenfalls mehr Unterstützung wünschst, dann komm doch in unseren Hashimoto Online Kurs, der bald startet. Sichere Dir jetzt Deinen kostenlosen Platz auf der Warteliste! Alle, die auf der Warteliste stehen, erhalten Zugang zu exklusiven Boni und Frühbuchervorteilen. Es lohnt sich also, dabei zu sein!

Ernährung als Medizin

Im Laufe der Jahre habe ich in der Arbeit mit meinen Patienten und Klienten immer wieder eine wichtige Erfahrung gemacht, nämlich, dass man mit der richtigen Ernährung tatsächlich Krankheiten mindestens lindern, oft auch sogar heilen kann.

Und auch die Wissenschaft hat das sehr eindrücklich z.B. bei Krebserkrankungen, Asthma, Allergien, aber auch Autoimmunerkrankungen wie dem Rheuma und dem Hashimoto zeigen und untermauern können.

Deshalb spreche ich heute über das Ernährungsthema. Die wichtigsten Punkte schauen wir uns heute mal genauer an. Denn die Kontroverse um die richtige Ernährung ist sehr groß. Da gibt es inzwischen schon richtige Lager, die jeweils die Weisheit für sich beanspruchen wollen. Aber: Und das ist die gute Nachricht im Sinne der Völkerverständigung: Es gibt hier nicht die EINE Wahrheit.

Es gibt nicht die EINE Wahrheit

Sicherlich gibt es Dinge, die haben sich für die Mehrheit bewährt, aber die Non-Plus- Ultra – Monopolwahrheit gibt es hier nicht. Das ist einerseits schön, weil so jeder ein bißchen Recht behalten darf, andererseits macht es den Betroffenen das Leben nicht unbedingt leichter. Aber um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, spreche ich ja heute genau darüber. Und ich lasse in diese Folge sehr viel eigene Erfahrung mit meinen Hashimoto Mentees sowie Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien einfließen. Will sagen: Ich pachte hier also auch nicht die alleinige Wahrheit, sondern spreche aus meiner Erfahrung und der Arbeit mit einigen Tausend Menschen heraus.

Besonders 4 hochreaktive Lebensmittel sollen gemieden werden

Das, was meiner Erfahrung nach den meisten Betroffenen am besten tut und womit ich in meinen Mentorings auch eigentlich immer starte, ist der Verzicht auf 4 hochreaktive Nahrungsbestandteile, nämlich Tiermilch, Soja, Zucker und vor allem Gluten. Wenn Du hier vorher alles konsumiert hast, dann bietet es sich an, hier langsam und schrittweise vorzugehen. Lass das weg, was Dir am leichtesten fällt und arbeite Dich dann schrittweise vor. Tatsächlich wirst Du feststellen, dass Du Dich nicht nur besser fühlst, sondern auch dass Deine Werte besser werden, allen voran der TPO-AK. Ich sehe regelmäßig dramatische Verbesserungen allein durch diese einfache Maßnahme.

Wichtig ist hierbei, dass Du für Dich checkst, auf welche Nahrungsmittel Du persönlich reagierst und dass Du auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achtest. Denn es reicht natürlich nicht, wenn Du vorher der Junkfood Fan warst, auf glutenfreies Junkfood umzustellen und zu hoffen, dass es das jetzt rausreißt. Denn dann bist zu zwar glutenfrei, aber trotzdem immer noch nährstoffarm – was Dich beim Hashimoto natürlich nicht weiterbringt. Deshalb ist es wichtig, hier auf nährstoffdichte, möglichst ökologische und regionale Kost zu achten.

Gleiches gilt natürlich auch für Dich, wenn Du weitergehst und dann Tiermilch, Zucker und Soja wegläßt. Denn je mehr Du aus Deinem Ernährungsplan streichst, desto geringer wird natürlich erst einmal gefühlt auch die Auswahl an Nahrungsmitteln, die Dir zur Verfügung stehen. Ein verbreiteter Fehler ist hier dann z.B., auf ungesunde Alternativen umzusteigen wie hochgradig fetthaltige Produkte, die vollgestopft sind mit künstlichen Süßstoffen und Konservierungsstoffen oder Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index!

Denn Glutenfreies Junk Food, Brot, Müsli und Sojamilch führen durch ihren hohen glykämischen Index zu einem Ungleichgewicht des Blutzuckerspiegels, was Deine Nebennierenfunktion und damit letztlich auch Deine Schilddrüse beeinträchtigt.

Wichtig ist, auf Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index zu achten

Eine sehr gute Möglichkeit, um den Blutzuckerspiegel auszugleichen, sind grüne Smoothies! Meinen Mentees und den Teilnehmern meines Online Kurses empfehle ich ein besonderes, speziell auf den Hashimoto abgestimmtes Smoothierezept, das nicht nur lecker schmeckt, sondern auch voll ist mit schilddrüsenfreundlichen Vital- und Ballaststoffen, Aminosäuren, Mikronährstoffen und Vitaminen. Dieser Smoothie, über den Tag getrunken, hält Deinen Blutzuckerspiegel konstant, versorgt Dich mit jeder Menge guter Vitalstoffe, Antioxidantien und antientzündlichen Inhaltsstoffen und dämpft obendrein Dein Hungergefühl.

Kommen wir nochmal kurz zur Frage, welche Ernährungsform denn nun die richtige bei Hashimoto ist. Denn hier gehen die Meinungen ja auseinander. Die einen empfehlen FODMAP, die nächsten Paleo und die übernächsten schwören auf Autoimmun-Paleo.

Eine Hashimoto geeignete Ernährungsform sollte verschiedene reaktive Lebensmittel weglassen

Eine gute Ernährung bei Autoimmunerkrankungen sollte nährstoffdicht sein und möglichst auf verarbeitete Lebensmittel verzichten. Zusätzlich solltest Du bei Hashimoto darauf achten, schwermetallbelastete Nahrungsmittel wie z.B. Thun- und Schwertfisch zu meiden und möglichst keine stark jodhaltigen Lebensmittel konsumieren. Außerdem tust Du Dir was Gutes, wenn Du Deinem Körper gutes Eiweiß und gute Fette zuführst und möglichst auf das verzichtest, worauf Du reagierst – und das kann ja sehr individuell sein.

Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich genau beobachtest und Deine Körperreaktionen protokollierst. Meine Mentees und die Teilnehmer des Kurses bekommen hierfür ein spezielles Schilddrüsenjournal, das sie zu verschiedenen Ernährungsaspekten und -gewohnheiten sowie -reaktionen befragt und ihnen so dabei hilft, die für sie reaktiven Lebensmittel aus ihrem persönlichen Ernährungsplan zu eliminieren. Hilfreich kann es an dieser Stelle auch sein, eine Nahrungsmittelunverträglichkeitstestung vornehmen zu lassen. Bitte nicht aus einer Haarprobe! Das funktioniert nicht. Geh dafür lieber zu einem Allergologen, der macht das zuverlässig und brauchbar.

Vielleicht noch ein Wort zum Zucker, weil das Thema so wichtig ist. Ich hab dazu übrigens vor einiger Zeit eine Podcastfolge aufgenommen bzw. einen Blogpost geschrieben. Schau da gern mal vorbei. Da gehe ich sehr intensiv auf das Thema Zucker und seine Folgen für Hashimoto ein.

Es wird dich vielleicht überraschen, dass der menschliche Körper zwar Proteine, Fette und Mikronährstoffe benötigt, Kohlenhydrate aber nicht zu den notwendigen Nährstoffen gehören. Während (gutes) Fett für die normale Zellfunktion notwendig ist, können wir mit wenig bis gar keinen Kohlenhydraten in unserer Ernährung überleben.

Kohlenhydrate werden nicht nur nicht benötigt, sie tragen auch am stärksten zu einem Ungleichgewicht des Blutzuckerspiegels bei. Diese Ungleichgewichte können zu Angstzuständen, Gewichtszunahme, Haarausfall, Reizbarkeit, geschwächten Nebennieren, Müdigkeit und erhöhten Schilddrüsenantikörpern führen. Eine Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr und der Verzehr von guten Fetten und Proteinen können daher helfen, den Blutzucker auszugleichen.

Ich empfehle, sich von verarbeiteten Kohlenhydraten fernzuhalten, da diese die größten Blutzuckerschwankungen verursachen. Halte dich an natürliche Kohlenhydrate wie Süßkartoffeln und Beeren, aber anfangs gern in Maßen. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du dich auf 1-2 Portionen Kohlenhydrate pro Tag beschränkst, wenn du noch am Anfang deines Heilungsprozesses stehst und mit Blutzuckerschwankungen zu kämpfen hast. Manche meiner Kunden lassen sich auch von zu viel Obst aus dem Konzept bringen.(KURS) Im Verlauf Deines Genesungsprozesses wirst du Deine Toleranz gegenüber Kohlenhydraten dann immer weiter verbessern können.

Kommen wir noch einmal kurz zu jodhaltigen Lebensmitteln, weil ich hier immer wieder widersprüchliche Empfehlungen v.a. auch auf Social Media sehe.

Hier ist Folgendes wichtig zu wissen:

Jod ist zwar wichtig für die Schilddrüsenfunktion, aber ein zu hoher Jodgehalt kann Deinen Hashimoto verschlimmern. Heutzutage, wo Jodsalz in den meisten Ländern weit verbreitet ist, gilt Jodüberschuss als Risikofaktor für die Entwicklung von Hashimoto!

Meiner Erfahrung nach muss Jod richtig dosiert werden, um zu helfen und Schaden zu verhindern. Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass eine jodarme Ernährung hilfreich ist, um den Autoimmunangriff auf die Schilddrüse zu verringern und die Schilddrüsenfunktion bei Menschen mit jodbedingtem Hashimoto-Syndrom zu normalisieren. Langfristig braucht Deine Schilddrüse jedoch eine gewisse Jodzufuhr, da sie sonst die Hormone nicht bilden kann. Eine gemäßigte Jodaufnahme von ca. 150 bis 200 Mikrogramm täglich ist hier empfehlenswert.

Was noch wichtig wäre, in Bezug auf die tägliche Fettzufuhr in der Nahrung zu erwähnen:

Es ist essentiell, gute Fette zu essen, wie sie z.B. in Fisch, in Oliven- und Kokosnussöl und auch Avocados enthalten sind, und schlechte (Trans-)Fette zu vermeiden, wie sie in gebackenen oder frittierten Lebensmitteln, abgepackten Keksen, bestimmten Getreidesorten und gehärteten Ölen vorkommen.

Neben guten Fetten ist aber auch hochwertiges Eiweiß wichtig. Und hier in der Tat Eiweiß aus Fleisch. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn Du Dich vegetarisch oder vegan ernährst, aber tatsächlich tut Hashimotobetroffenen die Zufuhr einer gemäßigten Menge Fleisch im Rahmen ihres Heilungsprozesses sehr gut. Das liegt u.a. daran, dass Du mit dem Fleisch auch Eisen und Carnitin zuführst, letzteres ist eine Aminosäure, die bei Hashimotobetroffenen oft Mangelware ist. Carnitin kann Müdigkeit, Muskelschwäche, Blutzuckerschwankungen, Verstopfung, ein Leaky Gut, Fruchtbarkeitsprobleme und vieles mehr beheben. (Produktplazierung!!!)

Du kannst Dir Carnitin aber natürlich auch über Nahrungsergänzungsmittel zuführen, wenn Du partout auf tierisches Protein verzichten möchtest. Und auch das Eiweiß selbst kannst Du natürlich gesondert zuführen, z.B. als Erbsen- oder Rinderprotein. Du kannst es Dir z.B. in Deinen täglichen Smoothie rühren oder anderweitig verarbeiten. Der Körper kann es in der Regel gut verarbeiten, weil es bereits aufgeschlüsselt ist.

Vielleicht an dieser Stelle noch ein Wort zu rein veganer und vegetarischer Ernährung:

Vegane oder pflanzliche Ernährungsweisen sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden, da immer mehr Menschen die Probleme der Massentierhaltung und der Misshandlung von Tieren, die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung auf die Umwelt und die erwiesenen gesundheitlichen Vorteile von mehr Obst und Gemüse für ihren Körper erkannt haben.

Wer sich streng vegan ernährt, verzichtet auf alle Lebensmittel, die von Tieren stammen, wie Fleisch, Eier, Milchprodukte und sogar Honig. Vegetarier/innen hingegen verzichten auf Fleisch, verzehren aber oft noch Milchprodukte und andere tierische Erzeugnisse.

Zu den gesundheitlichen Vorteilen einer veganen Ernährung gehören Gewichtsabnahme, verbesserte Nierenfunktion, besserer Schutz vor Krebs und ein geringeres Risiko für Herz- Kreislaufkrankheiten. Allerdings ist die Datenlage zu den gesundheitlichen Vorteilen einer veganen Ernährung nicht eindeutig und viele der Vorteile hängen davon ab, ob sich eine Person vollwertig oder mit verarbeiteten Lebensmitteln ernährt. Schließlich könntest Du den ganzen Tag Wodka tanken und wärest damit auch Veganer. Wie immer ist also auch hier das Gesamtbild entscheidend und Studie ist auch nicht gleich Studie – aber gut, das ist ein eigenes Thema.

Obwohl die vegane und vegetarische Ernährung bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Krankheiten sehr hilfreich sein soll, lassen sich bislang keine Berichte in der Literatur über Menschen finden, die sich durch eine vegane Ernährung von ihrem Hashimoto-Syndrom vollständig erholt haben. Selbst überzeugte Veganer, die sich bewusst ernähren, haben immer noch mit einer niedrigen Körpertemperatur, Schilddrüsenunterfunktion und anderen Hashimotosymptomen zu kämpfen. Wenn Du hier andre Literatur kennst, dann melde Dich gerne. Ich lerne gern dazu.

Einige der Gründe, warum eine vegane oder vegetarische Ernährung bei Hashimoto problematisch sein kann, sind folgende:

  1. Blutzuckerprobleme: Menschen mit Hashimoto-Syndrom haben oft Blutzuckerprobleme, die durch eine kohlenhydratreiche vegane oder vegetarische Ernährung noch verschlimmert werden können.
  2. Den Darm an der Heilung hindern: Fleischlose Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte (Bohnen), Milchprodukte, Getreide, Soja, Nüsse und manchmal auch Samen können die Heilung eines Leaky Guts verhindern, da diese Lebensmittel bei Hashimoto häufig reaktiv sind und die Durchlässigkeit des Darms aufrechterhalten oder verschlimmern können.
  3. Sie tragen zu einem Nährstoffmangel bei, der das Hashimoto-Syndrom verschlimmern kann: Vegane Ernährung birgt das Risiko eines Mangels an vielen Nährstoffen, darunter Vitamin A, Vitamin B3, Vitamin B9, Vitamin B12, Vitamin D, Kalzium, Chrom, Kupfer, Jod, Eisen, Magnesium, Carnitin, Mangan, Zink und Omega-3-Fettsäuren.

Obwohl die Aufnahme einer großen Menge an pflanzlichen Lebensmitteln in die Ernährung für die meisten Menschen sicherlich eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen mit sich bringt, einschließlich einer erhöhten Aufnahme von Mikronährstoffen und Ballaststoffen, hat mir meine Erfahrung gezeigt, dass eine ausschließlich vegane Ernährung für Menschen, die versuchen, ihr Hashimoto-Syndrom zu heilen, in der Regel nicht die beste Lösung ist. Aber wie gesagt, wenn DU hier anderes berichten oder mit seriösen Literaturquellen aufwarten kannst, die das Gegenteil belegen, dann gerne her damit!

Jetzt haben wir ja insgesamt schon viel von den Lebensmitteln gehört, die man weglassen soll. Aber was ist denn nun sinnvoll, zu sich zu nehmen?

Nun, Ähnlich wie die winzigen Substanzen in Medikamenten können auch winzige Substanzen in Lebensmitteln massive Auswirkungen auf den Körper haben, und ihre chemischen Eigenschaften können mit unseren inneren Systemen interagieren.

Aus diesem Grund ist neben dem Verzicht auf potenziell reaktive Lebensmittel (wie oben erwähnt) die Aufnahme von nährstoffreichen Lebensmitteln der Schlüssel zur Heilung deines Darms und zur Heilung von Hashimoto-Syndrom.

Hier sind einige der Lebensmittel, die ich als besonders gut für die Schilddrüse empfinde:

Grüne Smoothies – die hatten wir ja grad schonmal. Ihre Wirkung ist gar nicht überzubewerten, denn sie sind eine großartige Möglichkeit, die Aufnahme von nährstoffreichen Lebensmitteln zu erhöhen, ohne die Verdauung zu belasten. Da sie zerkleinert werden, ist die Nahrung leichter zu verdauen und die Nährstoffe werden besser aufgenommen. Außerdem sind sie eine wunderbare Quelle für Chlorophyll, das nachweislich den Entgiftungsprozess in der Leber unterstützt, Entzündungen und oxidativen Stress reduziert, den Eisengehalt erhöht und sogar als natürliches Deodorant wirkt, indem es Gerüche neutralisiert. (Produktplazierung). Du kannst Chlorophyll auch so Deinen Getränken hinzufügen. Von Naturtreu gibt es flüssiges Chlorophyll, das Du ganz easy dosieren und beliebig Deiner Nahrung zuführen kannst – speziell dann, wenn Du mal keinen Zugriff auf grüne Smoothies hast.

Ein anderes tolles Zeug sind Fermentierte Lebensmittel

 Die Fermentierung ist ein Prozess der Lebensmittelkonservierung, der Probiotika oder „gute Bakterien“ produziert, die die Darmflora ausgleichen können. Wenn Du fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut kaufst, dann achte bitte darauf, dass sie nicht pasteurisiert sind und kühle sie zudem. So erhältst Du die probiotischen Bakterien, die Deinem Darm richtig gut tun.

Knochenbrühe – Knochenbrühe liefert heilendes Kollagen und Nährstoffe, die unsere Darmschleimhaut und Haut unterstützen. Die meisten meiner Mentees, die Knochenbrühe zu sich nehmen, berichten von merkbaren Verbesserungen. Du kannst Knochenbrühe entweder selbst herstellen oder Du holst sie Dir z.B. von Brox. Dort bekommst Du eine sehr hochwertige bekömmliche Knochenbrühe, die ich Dir empfehlen kann. In den Shownotes findest Du den Link und einen Rabattcode, mit dem Du zusätzlich sparen kannst.

Kommen wir zum nächsten, nämlich Zitronenwasser – Zitronensaft kann die Entgiftungsvorgänge in der Leber unterstützen und dank seines Säuregehalts die Aufnahme von Schilddrüsenhormon-Medikamenten verbessern. Die meisten Menschen, die morgens auf nüchternen Magen warmes Zitronenwasser trinken (anstelle von koffeinhaltigen Getränken), sind nicht nur überrascht, wie viel Energie sie haben, sondern auch, wie viel besser sie sich insgesamt fühlen.

Rote Bete –

Rote Bete ist eine gute Quelle für Phytonährstoffe, die entzündungshemmende und antioxidative Aufgaben im Körper übernehmen. Rote Bete ist besonders gut für Menschen mit MTHFR-Genmutationen und erhöhten Homocysteinwerten, da ihr Betaingehalt den Abbau von Homocystein unterstützt. Es ist empfehlenswert, 1 bis 2 Portionen Rote Bete pro Woche zu essen. Da sie aber von Natur aus viel Zucker enthalten, solltest Du sie mit einer gesunden Fett- oder Proteinquelle kombinieren.

Kreuzblütler wie Grünkohl, Wirsing, Brokkoli und Blumenkohl- Auch wenn es viele Mythen darüber gibt, dass Kreuzblütler schlecht für die Schilddrüse sind, sind Kreuzblütler für die meisten Menschen mit Hashimoto tatsächlich gesund und ihre Inhaltsstoffe tragen zur Entgiftung der Leber bei. Deshalb mußt Du absolut keinen Bogen um sie machen!

Koriander – Frischer Koriander ist ein natürlicher Chelatbildner, das heißt, er bindet bestimmte Giftstoffe und hilft, sie aus dem Körper auszuscheiden. Du kannst Koriander zu Salaten, Avocados und grünen Säften geben und ihn als frische Würze für Suppen verwenden.

Ballaststoffe – Ballaststoffe wirken wie ein Schwamm, wenn sie den Verdauungsprozess durchlaufen, und helfen dabei, Giftstoffe und überschüssige Hormone zu absorbieren und sie auszuscheiden. Am besten nimmst du Ballaststoffe aus Obst und Gemüse zu dir und nicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, denn es ist bekannt, dass Ballaststoffpräparate die Durchlässigkeit des Darms und SIBO verschlimmern können. Ich empfehle, faserhaltige Lebensmittel schrittweise in deine Ernährung aufzunehmen, wenn du normalerweise nicht viel davon isst.

Kurkuma – Das in Kurkuma enthaltene Curcumin unterstützt den Darm, die Leber und kann besonders hilfreich sein, wenn du unter Schmerzen leidest. Zu Kurkuma habe ich vor Kurzem erst eine sehr interessante Podcastfolge aufgenommen bzw. einen Blogartikel geschrieben. Schau bzw. Hör dort gern mal vorbei.

Blaubeeren – Blaubeeren sind eine unglaubliche Quelle von Phytonährstoffen, die im Körper als Antioxidantien wirken. Da sie viele Ballaststoffe enthalten, lassen sie Deinen Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen, wie es bei anderen Obstsorten der Fall ist. Blaubeeren sind außerdem eine reichhaltige Quelle für Myo-Inositol, einen Nährstoff, der nachweislich die Schilddrüsenfunktion und den Blutzucker verbessert. Nimm täglich 1-2 Portionen Beeren zu dir. Am besten verteilst du diese Portionen über den Tag.

Kommen wir abschließend noch zu dem Thema, das ich vorhin bereits kurz angesprochen habe: Wie gut sind Paleo, Autoimmun Paleo und Co.?

Also:

Bei der Paleo-Diät geht es ja um den Gedanken, dass Du Dich wieder wie ein Steinzeitmensch ernährst, also viel Gemüse, hochwertige Tierprodukte, Obst, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte zu Dir nimmst. Die Paleo-Diät fasst damit sozusagen die Eckpunkte der Ernährung unserer Vorfahren zusammen. Und in der Tat ist die Paleo Ernährung gerade bei Hashimoto für viele Betroffene eine recht gute Wahl. Allerdings kann die Umstellung auf Paleo gewisse Gewöhnungsschwierigkeiten bereiten, denn es wird geschätzt, dass die westliche Bevölkerung heute bis zu 70 Prozent ihrer täglichen Energiezufuhr aus Lebensmitteln bezieht, die unsere paläolithischen Jäger und Sammler-Vorfahren, nie oder nur selten verzehrt haben. Zu diesen Nicht-Paleo-Lebensmitteln gehören eben Getreide, raffinierter Zucker, Milchprodukte und stark verarbeitete Fette. Also all das, was wir bereits besprochen haben, was eine gesunde Hashimotoernährung eben nicht enthalten sollte. Hinzuzählen kannst Du hier noch Koffein und Alkohol. Alkohol ist denk ich klar. Und Koffein – tja, zu dem Thema hab ich ja vor Kurzem erst eine ausführliche Folge aufgenommen. Hör da gern noch mal rein.

Der Grund für weniger oder am besten gar kein Koffein ist, dass dessen Konsum eine vorhandene Nebennierenschwäche weiter verschlimmern kann. Glücklicherweise gibt es hier ja koffeinfreie Alternativen wie z.B. No Coffee, die das Koffein aus ihren Bohnen auf schonende Weise herausholen und bei denen der Kaffee wirklich nach Kaffee schmeckt. Also, wenn Du Kaffeeliebhaber/in bist, dann bist Du bei No Coffee gut aufgehoben. Link und Rabattcode findest Du in den Shownotes. Teste ihn ruhig mal aus!

Aber noch einmal kurz zurück zu den Ernährungsformen:

Neben der Paleo-Diät ist eine weitere Diätform sehr beliebt und wirksam bei Hashimoto, nämlich die AIP-Diät bzw. Autoimmun-Paleo-Diät (AIP)

Wie sieht es damit aus?

Zusätzlich zu den Lebensmitteln, die bei der Paleo-Diät weggelassen werden, wird bei der AIP-Diät auch auf Eier, Nachtschattengewächse, Nüsse und Samen verzichtet.

Warum Eier? Der Grund ist, dass Eier für manche Menschen mit Hashimoto ein reaktives Lebensmittel ist. Eier enthalten Lysozym, das in der Lage ist, sich auf dem Weg durch den Verdauungsprozess mit Bakterien und Proteinen zu verbinden und einen so genannten „Lysozymkomplex“ zu bilden, der bei Menschen mit einem Leaky Gut zu Irritationen führen kann.

Was ist mit den Nachtschattengewächsen? Nachtschattengewächse enthalten Alkaloide, chemische Verbindungen, die bei manchen Menschen reaktiv sein können. Aus der Community berichten viele Menschen, dass der Verzicht auf Nachtschattengewächse ihre Gelenkschmerzen, Schwellungen und Taubheitsgefühle gelindert hat. Zu den Nachtschattengewächsen gehören z.B. Tomaten und Kartoffeln.

Nüsse sind zwar eine sehr gute Quelle für Proteine und gesunde Fette, aber sie können schwer verdaulich sein. Außerdem enthalten sie Oxalate und Phytinsäure, beides „Anti-Nährstoffe“, die die Aufnahme von Mineralien beeinträchtigen können. Wenn Du ein Nussfan bist, lohnt es sich, die Nüsse mehrere Stunden einzuweichen, damit die Phytinsäure rausgewaschen werden kann. Zwar sind die Nüsse dann nicht mehr so crunchy, dafür aber bekömmlicher.

Und bei den Samen ist es so, dass sie bei manchen Menschen zu Verdauungsproblemen führen können, weshalb es solchen Menschen guttut, auf Samen zu verzichten.

In meinem Blogartikel gehe ich noch etwas intensiver auf Studien ein, die die Autoimmun Paleo Diät bei Hashimoto untersuchen und – soviel sei hier schon einmal gesagt: Die Ergebnisse sind faszinierend! So ließ sich z.B. die Dosis der Schilddrüsenmedikamente senken, das Gewicht reduzieren und Symptome wie Muskel- und Gelenkschmerzen verschwanden komplett. Nähere Infos wie gesagt im Blog unter www.dorothealeinung.com. Schau da gern mal vorbei.

Um es also noch einmal zusammenzufassen: Wenn Du mit Hashimoto auf der Suche nach der idealen Ernährung für Dich bist, dann verzichte auf Zucker, Gluten, Tiermilch und Soja, gleiche Deine Nährstoffdefizite aus, setze auf regionale Bioprodukte, meide schwermetallbelastete Nahrungsmittel, begrenze Deine Jodzufuhr und setze auf gute Fette und Proteine! Wenn Du Dir wegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten unsicher bist, dann lass eine Testung auf Nahrungsmittelallergien und Gliadin durchführen. Das gibt Dir Aufschluß darüber, was bei Dir Entzündungsreaktionen hervorruft – auch wenn Du diese vielleicht nicht bemerkst. So eine Allergietestung lohnt sich sehr und hat schon bei manchem Mentee zu einem Verschwinden der Symptome geführt. Vielleicht ist das ja auch was für Dich! Nur wie gesagt bitte nicht aus einer Haarprobe machen lassen!

So! Das wars mal wieder für heute! Ich hoffe, Du konntest wieder viel für Dich mitnehmen und die Inhalte helfen Dir, Dich ein bißchen besser im Ernährungsdschungel zu orientieren. Wenn DU Dir hier noch mehr Unterstützung wünschst, dann komm doch gern in unseren Hashimoto Onlinekurs, der bald startet. Du kannst Dir jetzt Deinen kostenlosen Platz auf der Warteliste sichern und gehörst dann zu denjenigen, die von exklusiven Boni und Frühbuchervorteilen profitieren. Den Link zur Warteliste findest Du in den Shownotes!

Hab noch einen fantastischen Tag, wo auch immer Du grad bist und vergißt nicht: Du bist göttlich!

Deine Doro

Forschung über AIP und Hashimoto’s

Neue Forschungsergebnisse zeigen, welche Auswirkungen die AIP-Diät auf Menschen mit Hashimoto-Syndrom haben kann. In dieser Studie nahmen 17 Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren mit einer früheren Hashimoto-Diagnose an einem 10-wöchigen Online-Gesundheitscoaching-Programm teil, das sich auf die Umsetzung einer AIP-Ernährung konzentrierte. Jede Teilnehmerin füllte einen Fragebogen aus, mit dem die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQL) und die klinische Symptombelastung gemessen wurden. Außerdem wurden vor und nach dem 10-wöchigen Programm Schilddrüsenfunktionstests und die Anzahl der weißen Blutkörperchen untersucht.

Die Studie brachte einige interessante Ergebnisse zutage, darunter eine statistisch signifikante Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, insbesondere in den Bereichen körperliche Funktionsfähigkeit, emotionale Funktionsfähigkeit, Vitalität und allgemeiner Gesundheitszustand. Die klinischen Symptome gingen von durchschnittlich 92 Symptomen auf durchschnittlich 29 am Ende des Programms zurück. Zu den Symptomen, die sich deutlich verbesserten, gehörten unter anderem Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, schlechte Schlafqualität, geringe Energie, abnormes Körpergewicht, schlechte Stimmung und schlechte kognitive Funktionen. Entzündungen gingen um 29 Prozent zurück, und auch Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) sanken statistisch signifikant, im Durchschnitt um sechs Pfund und um einen Punkt auf der BMI-Skala.

Überraschenderweise gab es keine statistisch signifikanten Veränderungen bei den Schilddrüsenwerten, einschließlich TSH, freies und gesamtes T4, freies und gesamtes T3 oder Schilddrüsenantikörper. Die Studie deutet jedoch darauf hin, dass die AIP-Diät systemische Entzündungen verringern und das Immunsystem modulieren kann, wie die Veränderungen in der Anzahl der weißen Blutkörperchen zeigen.

Außerdem verringerten sechs der 13 Frauen, die zu Beginn der Studie Schilddrüsenersatzmedikamente einnahmen, nach der 10-wöchigen Intervention ihre Dosis an Hormonersatzmedikamenten, während alle drei Frauen, die die Studie ohne Hormonersatzmedikamente begannen, diese auch weiterhin nicht einnahmen.

Angesichts der Verbesserungen, die bei den Teilnehmerinnen in Bezug auf den Gesundheitszustand, die Symptombelastung und die Marker für Immunaktivität und Entzündungen festgestellt wurden, sind dies aufregende Neuigkeiten, die darauf hindeuten, dass eine AIP-Ernährung einen tiefgreifenden Einfluss auf die Heilung des Hashimoto-Syndroms haben kann!

Nach dem Verzicht auf Getreide und verarbeitete Lebensmittel werden diese bei der Paleo-Diät durch nährstoffreiche Lebensmittel ersetzt: Nüsse und Samen, Gemüse, Obst und Eier. Auch Fleisch und Fisch sind erlaubt.

Ich empfehle eine Paleodiät, die auf die Lebensmittel verzichtet, die Hashimoto-Patienten am meisten zu schaffen machen (z. B. jodhaltige Lebensmittel), und fügt dem Körper Nährstoffe hinzu, die ihn bei der Heilung unterstützen.

Diese spezielle Diät verzichtet auf:

Milchprodukte

Getreide

Hülsenfrüchte (außer grüne Bohnen und Erbsenprotein)

Zucker

Jodhaltige Lebensmittel

Koffein

Capsaicin-haltige Paprika (Chilipfeffer, rote Chiliflocken, Cayennepfeffer)

Folgende Lebensmittel sind in der Diät erlaubt:

Alle Fleischsorten

Sämtliches Gemüse

Alle Früchte

Eier

Nüsse

Samen

Nachtschattengewächse (außer Cayenne- und Chilipfeffer)

Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum)

Paprikaschoten

Smoothies mit hydrolisiertem Rinderprotein,

Die 3 hilfreichsten Diätvorlagen für Hashimoto’s

All die Dinge, die dich einzigartig machen – deine Gene, deine ethnische Zugehörigkeit, deine Blutgruppe, dein Geschlecht, deine Verdauungsfähigkeit, dein Darmmilieu, deine Nahrungsmittelempfindlichkeiten, dein Stresslevel und vieles mehr – machen auch die optimale Ernährung für dich einzigartig.

Meine Erfahrung und die Arbeit mit vielen Hashimotobetroffenen hat mich jedoch gelehrt, dass es unabhängig von der persönlichen Vorgeschichte oder dem derzeitigen Zustand verlässliche Diät-„Vorlagen“ gibt, die deinen Körper nähren und stärken können, um ihn wieder in einen gesunden Zustand zu bringen.

Jede Strategie hat ihre Vor- und Nachteile, und du musst entscheiden, was für dich zu diesem Zeitpunkt deiner Reise am besten ist.

Ich hoffe, dass diese Diätvorlagen ein hilfreicher Startpunkt für dich sind. Wie auch immer, es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass diese Diätprotokolle nicht dein Leben bestimmen müssen. Sie sind Ansätze, um deinen Körper von den Auswirkungen des Hashimoto-Syndroms zu heilen, aber sie sollten als fließend und nicht als feststehend angesehen werden. Du kannst sie so ausprobieren, wie sie konzipiert sind, und dann kannst du sie so anpassen, dass sie für deinen Körper am besten funktionieren.

Die Intro Diät

Wer seine Hashimoto-Symptome in den Griff bekommen will, sollte am besten damit beginnen, auf Gluten, Milchprodukte und Soja zu verzichten. Diese drei Lebensmittel sind für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen in der Regel am problematischsten, und wenn man sie weglässt, kann das oft zu einer deutlichen Verringerung der Symptome führen.

Denjenigen, die ihre Gesundheitsreise beginnen, empfehle ich die Intro Diät, die sich darauf konzentriert, die sechs am häufigsten reaktiven Substanzen bei Menschen mit Hashimoto zu entfernen:

Gluten

Milchprodukte

Soja

Zucker

Koffein

Alkohol

Zusammen mit den Umweltgiften, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, können diese Reizstoffe in der Nahrung den Körper überfordern. Bei Menschen mit Hashimoto-Syndrom, deren Entgiftungsfähigkeit bereits beeinträchtigt ist, kann diese Ansammlung von Giftstoffen die Heilung behindern. Mit dieser Diät schaffst du ein inneres Umfeld, das auf Heilung ausgerichtet ist, und trägst zur Beruhigung des Immunsystems bei.

Die Paleo-Diät

Ich habe festgestellt, dass eine Paleo-Ernährung für die meisten Menschen mit Hashimoto-Syndrom am effektivsten ist.

Die historische Theorie hinter den gesundheitlichen Vorteilen der Paleo-Ernährung besagt, dass das Verdauungssystem der Menschen nicht genügend Zeit hatte, sich an die heutigen landwirtschaftlichen Praktiken oder an die Inhaltsstoffe und Chemikalien in modernen verarbeiteten Lebensmitteln anzupassen. Die Theorie macht die Zunahme von chronischen Krankheiten, Fettleibigkeit und Allergien für die landwirtschaftliche Revolution verantwortlich, durch die Getreide und verarbeitete Lebensmittel – aber auch Giftstoffe – in unsere Ernährung aufgenommen wurden.

Es wird geschätzt, dass die westliche Bevölkerung heute bis zu 70 Prozent ihrer täglichen Energiezufuhr aus Lebensmitteln bezieht, die unsere paläolithischen Vorfahren, die Jäger und Sammler waren, nie oder nur selten verzehrt haben. Zu diesen Nicht-Paleo-Lebensmitteln gehören Getreide, raffinierter Zucker, Milchprodukte und stark verarbeitete Fette.

Nach dem Verzicht auf Getreide und verarbeitete Lebensmittel werden diese bei der Paleo-Diät durch nährstoffreiche Lebensmittel ersetzt: Nüsse und Samen, Gemüse, Obst und Eier. Auch Fleisch und Fisch sind erlaubt.

Ich empfehle eine Paleodiät, die auf die Lebensmittel verzichtet, die Hashimoto-Patienten am meisten zu schaffen machen (z. B. jodhaltige Lebensmittel), und fügt dem Körper Nährstoffe hinzu, die ihn bei der Heilung unterstützen.

Diese spezielle Diät verzichtet auf:

Milchprodukte

Getreide

Hülsenfrüchte (außer grüne Bohnen und Erbsenprotein)

Zucker

Jodhaltige Lebensmittel

Koffein

Capsaicin-haltige Paprika (Chilipfeffer, rote Chiliflocken, Cayennepfeffer)

Folgende Lebensmittel sind in der Diät erlaubt:

Alle Fleischsorten

Sämtliches Gemüse

Alle Früchte

Eier

Nüsse

Samen

Nachtschattengewächse (außer Cayenne- und Chilipfeffer)

Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum)

Paprikaschoten

Smoothies mit hydrolisiertem Rinderprotein,

Smoothies mit zugesetztem Erbsenprotein,

Die Wurzelursachen-Autoimmun-Diät

Wenn du nach den beiden oben genannten Diäten immer noch Symptome hast, vor allem solche, die mit dem Darm zusammenhängen, empfehle ich dir, auf eine andere Diät umzusteigen, wie die Autoimmune Diät oder die Autoimmune Paleo (AIP) Diät.

Während die Paleo-Diät einigen Menschen mit Hashimoto geholfen hat, sich viel besser zu fühlen, habe ich festgestellt, dass die AIP-Diät sogar noch hilfreicher sein kann.

Forschung über AIP und Hashimoto’s

Neue Forschungsergebnisse zeigen, welche Auswirkungen die AIP-Diät auf Menschen mit Hashimoto-Syndrom haben kann. In dieser Studie nahmen 17 Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren mit einer früheren Hashimoto-Diagnose an einem 10-wöchigen Online-Gesundheitscoaching-Programm teil, das sich auf die Umsetzung einer AIP-Ernährung konzentrierte. Jede Teilnehmerin füllte einen Fragebogen aus, mit dem die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQL) und die klinische Symptombelastung gemessen wurden. Außerdem wurden vor und nach dem 10-wöchigen Programm Schilddrüsenfunktionstests und die Anzahl der weißen Blutkörperchen untersucht.

Die Studie brachte einige interessante Ergebnisse zutage, darunter eine statistisch signifikante Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, insbesondere in den Bereichen körperliche Funktionsfähigkeit, emotionale Funktionsfähigkeit, Vitalität und allgemeiner Gesundheitszustand. Die klinischen Symptome gingen von durchschnittlich 92 Symptomen auf durchschnittlich 29 am Ende des Programms zurück. Zu den Symptomen, die sich deutlich verbesserten, gehörten unter anderem Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, schlechte Schlafqualität, geringe Energie, abnormes Körpergewicht, schlechte Stimmung und schlechte kognitive Funktionen. Entzündungen gingen um 29 Prozent zurück, und auch Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) sanken statistisch signifikant, im Durchschnitt um sechs Pfund und um einen Punkt auf der BMI-Skala.

Überraschenderweise gab es keine statistisch signifikanten Veränderungen bei den Schilddrüsenwerten, einschließlich TSH, freies und gesamtes T4, freies und gesamtes T3 oder Schilddrüsenantikörper. Die Studie deutet jedoch darauf hin, dass die AIP-Diät systemische Entzündungen verringern und das Immunsystem modulieren kann, wie die Veränderungen in der Anzahl der weißen Blutkörperchen zeigen.

Außerdem verringerten sechs der 13 Frauen, die zu Beginn der Studie Schilddrüsenersatzmedikamente einnahmen, nach der 10-wöchigen Intervention ihre Dosis an Hormonersatzmedikamenten, während alle drei Frauen, die die Studie ohne Hormonersatzmedikamente begannen, diese auch weiterhin nicht einnahmen.

Angesichts der Verbesserungen, die bei den Teilnehmerinnen in Bezug auf den Gesundheitszustand, die Symptombelastung und die Marker für Immunaktivität und Entzündungen festgestellt wurden, sind dies aufregende Neuigkeiten, die darauf hindeuten, dass eine AIP-Ernährung einen tiefgreifenden Einfluss auf die Heilung des Hashimoto-Syndroms haben kann!

Wie sieht eine Autoimmun-Paleo-Diät (AIP) aus?

Zusätzlich zu den Lebensmitteln, die bei der Paleo-Diät weggelassen werden, werden bei der AIP-Diät auch Eier, Nachtschattengewächse, Nüsse und Samen weggelassen.

Eier können für manche Menschen mit Hashimoto-Syndrom ein reaktives Lebensmittel sein. Eier enthalten das Enzym Lysozym, das in der Lage ist, sich auf dem Weg durch den Verdauungsprozess mit Bakterien und Proteinen zu verbinden und einen so genannten „Lysozymkomplex“ zu bilden, der bei Menschen mit einem undichten Darm zu Irritationen führen kann.

Nachtschattengewächse enthalten Alkaloide, chemische Verbindungen, die bei manchen Menschen reaktiv sein können. Aus der Community berichten viele Menschen, dass der Verzicht auf Nachtschattengewächse ihre Gelenkschmerzen, Schwellungen, Kribbeln und Taubheitsgefühle gelindert hat.

Nüsse sind zwar eine sehr nahrhafte Quelle für Proteine und gesunde Fette, aber sie können schwer verdaulich sein. Außerdem enthalten sie Oxalate und Phytate, beides „Anti-Nährstoffe“, die die Aufnahme von Mineralien beeinträchtigen können. In der Root Cause Autoimmune Diet sind Nüsse ausgeschlossen, aber selbst wenn du jetzt nicht auf sie reagierst und sie später wieder zu dir nimmst, empfehle ich, sie im Wechsel mit anderen Lebensmitteln alle drei bis vier Tage zu essen.

Schließlich können Samen einen ohnehin schon gereizten Darm noch verschlimmern, da sie sich der Verdauung widersetzen und zu den Symptomen beitragen können, wenn du Probleme mit der Verdauung von Proteinen hast.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Root Cause Autoimmune Diet Folgendes ausschließt

Alkohol

Koffein

Milchprodukte (einschließlich Butter und Ghee, die in der traditionellen Paleo-Diät erlaubt sind)

Eier

Gluten

Getreide

Scharfe Paprika

Hülsenfrüchte

Nachtschattengewächse

Nüsse

Seetang

Saatgut

Soja

Zucker

Bei dieser Diät sind folgende Lebensmittel erlaubt:

Fisch und Schalentiere

Früchte (alle, besonders Kokosnuss)

Fleisch (alle)

Öle: Avocado, Kokosnuss und Oliven

Gemüse (außer Nachtschattengewächse)

Die Liste der einbezogenen Lebensmittel mag kurz erscheinen, aber in der Praxis ergeben sich daraus unzählige Möglichkeiten für köstliches Essen.

Persönlich reaktive Lebensmittel streichen

Unabhängig davon, für welches Diätmodell du dich entscheidest, ist es wichtig, dass du es auf deine Bedürfnisse abstimmst, indem du persönliche Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten ausschließt.

Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten werden von den IgA-, IgM- und IgG-Zweigen des Immunsystems gesteuert. Reaktive Lebensmittel lösen eine Entzündungsreaktion im Magen-Darm-Trakt aus, die zu einer Malabsorption von Nährstoffen führt, und können den Darm auch durchlässig machen, wenn sie gegessen werden. Der Verzehr von Lebensmitteln, auf die wir empfindlich reagieren, kann dann das Immunsystem auslösen und den Angriff des Immunsystems auf die Schilddrüse bei Autoimmun-Thyreoiditis fortsetzen.

Die Reaktionen nach dem Verzehr dieser Lebensmittel können Stunden oder sogar ein paar Tage dauern und sich in Form von Sodbrennen, Blähungen, Reizdarmsyndrom, Herzklopfen, Gelenkschmerzen, Angstzuständen, Nervenkribbeln oder Kopfschmerzen äußern.

Eine Person kann eine Nahrungsmittelempfindlichkeit gegenüber Gluten mit einem Nährstoffmangel an Selen und Vitamin D haben und durch eine glutenfreie Ernährung und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Remission gehen – ganz von allein. Bei einer anderen Person können alle sechs Ursachen vorliegen: zahlreiche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen, Toxine, Nährstoffmangel, Stresshormonmangel und Verdauungsstörungen. Diese Person muss die Schichten immer weiter abtragen, um die Symptome zu beseitigen und in Remission zu gehen.

Die meisten von uns liegen irgendwo in der Mitte und haben eine Kombination von Ursachen. Ich habe jedoch festgestellt, dass so gut wie jeder Mensch mit Hashimoto eine Nahrungsmittelüberempfindlichkeit hat, und die meisten Menschen erleben einen dramatischen Rückgang ihrer Symptome, nachdem sie die reaktiven Nahrungsmittel aus ihrer Ernährung gestrichen haben. Bei einigen geht auch die Zahl der Schilddrüsenantikörper deutlich zurück. Eine weitere Gruppe von Menschen ist in der Lage, ihr Hashimoto-Syndrom vollständig zu überwinden, indem sie einfach die Lebensmittel weglassen, auf die sie reagieren!

Jenseits von Lebensmitteln: Wie geht es jetzt weiter?

Wenn du nach dem Verzicht auf problematische Lebensmittel immer noch Symptome hast, kann das ein Zeichen dafür sein, dass du nach anderen möglichen Ursachen für deine Schilddrüsenerkrankung suchen solltest.

Das kannst du in Betracht ziehen:

Giftstoffe beseitigen

Nährstoffdefizite ausgleichen

Darmprobleme mit Verdauungsenzymen angehen

Behandlung von Infektionen wie Candida, Blasto oder H. pylori

Testen auf SIBO

Die Nebennieren ausbalancieren

Das Fazit

Wenn du deinen Verzehr von Kohlenhydraten, quecksilberhaltigem Fisch und jodhaltigen Lebensmitteln einschränkst und gleichzeitig deinen Verzehr von Eiweiß und guten Fetten erhöhst und nährstoffreiche Lebensmittel hinzufügst, die sich positiv auf Hashimoto auswirken, kann das einen enormen Einfluss auf deine Gesundheit haben!

Wichtig: Das nächste Hashimoto Empowerment Programm startet bald wieder! Sichere Dir jetzt Deinen Platz auf der Warteliste!