Nebennierenschwäche bei Hashimoto

Nebennierenschwäche bei Hashimoto
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Wie Du sie erkennst und was Du dagegen tun kannst

Hallo und herzlich willkommen!

In der heutigen Folge geht es um ein Thema, das viele Menschen mit Autoimmunerkrankungen betrifft, besonders diejenigen mit Hashimoto, nämlich die Nebennierenschwäche.

Die Nebennierenschwäche ist etwas, was in der Therapie des Hashimoto häufig eher beiseite gelassen und mit entsprechend wenig Aufmerksamkeit bedacht wird, was dann oft dazu führt, dass die Betroffenen trotz aller anderen Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, Anpassung der Medikation, Detox usw. nicht das erwünschte Ziel erreichen.

Deshalb spreche ich heute darüber, was eine Nebennierenschwäche eigentlich ist, wie es dazu kommt, wie sie sich äußert und was Du dagegen tun kannst.

Also hör rein!

Und falls auch Du von einem Hashimoto betroffen bist und Dir hier ganzheitliche Begleitung und Unterstützung wünschst, dann sichere Dir doch jetzt schon einmal ganz unverbindlich und kostenlos Deinen Platz auf der Warteliste zu meinem Onlinekurs Schilddrüsen-Empowerment, der in wenigen Monaten startet. Darin begleite ich Dich Schritt für Schritt in Deinem Genesungsprozeß und teile darin all mein Wissen mit Dir, damit auch Du Deinen Hashimoto umkehren kannst.

Funktion und Aufgabe der Nebennieren

Die Nebennieren sind zwei kleine Drüsen, die sich oben auf jeder Niere befinden und Hormone wie z.B. Cortisol und Adrenalin freisetzen. Diese „Stresshormone“ wirken sich auf viele wichtige Funktionen im gesamten Körper aus. Sie haben Auswirkungen auf Deine Stresstoleranz, die Entzündungsprozesse in Deinem Körper, beeinflussen Deinen Blutzuckerspiegel und Dein Körperfett, steuern Deinen Sexualtrieb, Deinen Alterungsprozeß, Deine Natrium- und Kaliumspiegel und noch Vieles mehr.

Das bedeutet also, dass Cortisol und Adrenalin keineswegs schlecht sind. Wir brauchen sie dringend, um mit Stress-Situationen adäquat umgehen zu können. Aber natürlich ist ein Zuviel ebenso schädlich wie ein Zuwenig. Denn ein Zuwenig führt zum Gegenteil von Hyper-Hyper, nämlich Müdigkeit, Erschöpfung, einem verlangsamten Stoffwechsel, und und und.

Viele Menschen mit Hashimoto leiden zeitgleich unter einer Nebennierenschwäche, d.h. ihr Cortisolspiegel ist tendentiell eher zu niedrig.

Wodurch kommt das?

Viele Fälle von Nebennierenschwäche haben ihren Ursprung in einer Kommunikationsstörung innerhalb der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, auch bekannt als HPA-Achse. Die HPA-Achse beschreibt die interaktive Rückkopplungsschleife, die zwischen diesen drei endokrinen Drüsen abläuft. Kurz zur Erläuterung: Alle Hormonprozesse in unserem Körper laufen in sogenannten Feedbackschleifen ab. Es gibt immer einen Chef, der den Befehl zur Hormonausschüttung gibt und dem regelmäßig gemeldet wird, was im Körper so los ist. Daneben gibt es die Boten, die letztlich den produzierenden Drüsen sagen, dass sie Hormone herstellen sollen.

Bei uns ist der Chef der Hypothalamus, der der Hypophyse den Auftrag gibt, den Hormonproduzierenden Drüsen wie Schilddrüse, Nebenniere und Keimdrüsen mitzuteilen, dass jetzt wieder in die Hände gespuckt wird.

Die Hypophyse teilt das den Drüsen nicht nur mit, sondern sorgt auch dafür, dass die Produzenten über ausreichende Ressourcen verfügen, um ihre Aufgaben zu erfüllen, indem sie Wachstum und Reparatur sowie den Elektrolyt-/Wasserhaushalt steuert.

Die HPA-Achse reagiert auf zwei Arten von Stress: unmittelbaren Stress und chronischen Stress. Schauen wir uns an, wie sich die Reaktionen auf die beiden Arten unterscheiden.

Bei unmittelbarem Stress nimmt der Hypothalamus Stress wahr und setzt eine Hormonkaskade in Gang, die zur Aktivierung unserer Kampf-oder-Flucht-Reaktion führt. Eine Reaktion des sogenannten Sympathikus. Als Teil dieser Reaktion setzen die Nebennieren eine größere Menge Hormone frei und unser Körper geht vom Zustand der Entspannung, Verdauung und Heilung in einen Überlebenszustand über.

Die Energie unseres Körpers wird von Aktivitäten, die nicht überlebenswichtig sind, wie dem Wachstum schöner Haare, der Verdauung, der Selbstheilung und der Herstellung von Hormonen, auf die Deckung des stressbedingten Bedarfs an Cortisol und Adrenalin umgestellt.

Wenn die Notfallsituation dann vorüber ist, beruhigt sich der Bedarf an Notfallhormonen, und Überhand bekommt erstmal wieder der Parasympathikus, der sich auf die Pflege und Instandhaltung des Körpers konzentriert.

Soweit so gut. Aber was passiert, wenn dieser kurze Moment des Stresses in einen Dauerzustand übergeht?

Bei chronischem Stress ist es so, dass die ständige Präsenz von stressigen, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen zu einer ständigen Aktivierung der Stressreaktion führen kann.

Jetzt kommt der Körper aber irgendwann in die Situation, dass er Schwierigkeiten bekommt, den Bedarf an Cortisol zu decken. Und so kann es dann dazu kommen, dass er

die Produktion anderer Hormone hemmt, die normalerweise von den Nebennieren produziert werden, wie z.B. Progesteron, DHEA und Testosteron.

Bei genügend chronischem Stress wird die HPA-Achse schließlich dauerhaft überfordert und desensibilisiert für die übliche Rückkopplungsschleife. Dadurch kann es passieren, dass sie aufhört, Nachrichten an die Nebennieren zu senden, damit diese mehr oder weniger Hormone produzieren, egal, was gerade passiert. Außerdem kann es zusätzlich zu einem Nährstoffmangel kommen, die für eine ordnungsgemäße Funktion der Nebennieren erforderlich sind.

Eine der häufigsten Ursachen für Nebennierenermüdung ist Stress, der einen hohen Bedarf an Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin verursacht. Es gibt vier Hauptarten von Stress, die hier zu berücksichtigen sind:

1. Schlafstörungen

Eine der schnellsten Möglichkeiten, eine Funktionsstörung der Nebennieren zu verursachen, ist Schlafmangel. Schlafentzug entsteht durch mangelnde Schlafhygiene, Schlafapnoe oder z.B. Schichtarbeit.

2. Mentaler/emotionaler Stress

Gefühle wie Trauer, Schuldgefühle, Angst, Unruhe, Aufregung und Verlegenheit können als Stress eingestuft werden. Dieser Stress beruht aber auf unserer persönlichen Wahrnehmung, nicht unbedingt auf der Art des individuellen Stresses. So kann z. B. das Sprechen in der Öffentlichkeit für jemanden, der unter sozialen Ängsten leidet, eine Menge psychischen Stress verursachen, während eine andere Person, die gerne vor anderen spricht, diese Erfahrung als angenehm empfindet. Situationen, die neu und unvorhersehbar sind, kompromittieren, das Ego bedrohen oder das Gefühl des Kontrollverlusts mit sich bringen, werden in der Regel als stressig empfunden.

3. Stoffwechsel-/Glykämische Dysregulation

Viele Hashimoto Betroffene haben eine gestörte Kohlenhydrattoleranz. Das bedeutet, dass ihr Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln sehr stark ansteigt, was wiederum eine hohe Insulinausschüttung und im Anschluß daran auch wiederum einen starken Abfall des Insulinspiegels zur Folge hat.

Die Symptome einer Hypoglykämie sind sehr unangenehm und können Reizbarkeit, Ohnmacht, Benommenheit oder Zittern umfassen. Eine Hypoglykämie führt zur Freisetzung von Cortisol, um die Glukoseversorgung des Gehirns zu gewährleisten, und wirkt dem Insulin entgegen, wodurch letztlich eine Insulinresistenz entstehen kann.

4. Entzündungen

Ein erhöhter Entzündungslevel im Körper kann durch Nahrungsmittel, Umweltgifte, tierische Proteine, Medikamente, Übergewicht, Irritationen im Magen-Darmtrakt oder Krankheitskeime entstehen. Diese Zustände können das Cortisol auf den Plan rufen, damit es seine entzündungshemmende Wirkung entfacht.

Häufige Symptome einer Nebennierenfunktionsstörung

Zu den Symptomen einer schlechten Nebennierenfunktion können folgende gehören:

  • Müdigkeitsgefühl trotz ausreichendem Schlaf
  • Ohnmachts-/Schwindelgefühle beim schnellen Aufstehen
  • Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen
  • Schwierigkeiten beim morgendlichen Aufstehen
  • Heißhunger auf salzige Lebensmittel
  • Heißhunger auf süße Lebensmittel
  • Gefühl der Überforderung
  • Abhängigkeit von Koffein
  • Verstärktes PMS
  • Niedriger Blutdruck
  • Leichtes Erschrecken
  • Geistiger Nebel oder Konzentrationsschwierigkeiten
  • Wechselnd Durchfall/Verstopfung
  • Niedriger Blutzucker
  • Verminderter Sexualtrieb
  • Verminderte Fähigkeit, mit Stress umzugehen
  • Längere Heilungszeit
  • Leichte Depression
  • Weniger Freude am Leben
  • Schlechteres Befinden nach ausgelassenen Mahlzeiten
  • Verminderte Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • Geringere Produktivität
  • Schlechtes Gedächtnis

Wie kannst Du denn nun feststellen, ob Du unter einer Nebennierenschwäche leidest?

Der Reizbarkeitstest

Am einfachsten geht das, wenn Du Dich beobachtest. Wie reagierst Du in Situationen leichten Stresses? Kannst Du damit gut umgehen oder gehst Du gleich in die Luft? Wie stressresistent bist Du? Wie war das früher? Wann hast Du das erste Mal bemerkt, dass Du mit Stress weniger gut umgehen kannst?

Blutdruckmessung

Menschen mit Nebennierenschwäche haben oft einen niedrigen Blutdruck und/oder einen Blutdruckabfall, starken Schwindel oder Benommenheit nach dem Aufstehen aus einer liegenden oder sitzenden Position (orthostatische Dysregulation).

Um das festzustellen, kann Dein Arzt Blutdruckmessungen durchführen – zunächst im Liegen, dann direkt nach dem Aufstehen. Bitte nur unter ärztlicher/therapeutischer Anleitung durchführen! Anhand des Blutdruckverlaufs bekommt Dein Arzt/Deine Ärztin schon einen recht guten Anhaltspunkt

Wenn Dein Blutdruck unter 120/80 mmHg liegt, kann dies bedeuten, dass Deine Nebennieren unteraktiv sind oder dass Du dehydriert sind.

Pupillenkontraktion

Menschen mit einer niedrigen Nebennierenfunktion haben oft Probleme mit ihrer Pupillenreaktion. Das heißt, bei Helligkeit verengen sich die Pupillen nicht so, wie sie es sollten, weshalb Du Dich dann schnell geblendet fühlst und deshalb tagsüber am liebsten eine Sonnenbrille trägst – auch wenn der Himmel bedeckt ist.  

Morgendlich niedrige Körpertemperatur

Wenn Du morgens Deine Körpertemperatur mißt, dann können niedrige und instabile Temperaturen am Morgen auf eine Nebennierenschwäche hindeuten. Führe dazu gern eine Temperaturkurve über mindestens eine Woche und schau Dir dann, wie stark Deine morgendliche Temperatur schwankt. Bei einer reinen Schilddrüsenunterfunktion ohne Nebennierenschwäche hingegen sind die Temperaturen in der Regel niedrig, aber relativ stabil, und zwar täglich.

Salzhunger

Hast Du öfters einen absoluten Heißhunger auf Salziges? Auch das kann ein Anzeichen für eine Nebennierenschwäche sein. Wenn Du also regelmäßig ganze Chipstüten verschlingst oder ständig Lust auf Cracker, Salzbrezen oder anderes salziges Zeug hast: An eine Nebennierenschwäche denken

Hormontests

Früher brauchte man ein aufwändiges Cortisol Tagesprofil aus dem Blut, um die Nebennierenfunktion zu testen. Heute gibt es die Möglichkeit, der unkomplizierten Speicheltestung. Und die Ergebnisse der Speicheltestung sind in der Tat vergleichbar aussagekräftig wie der Bluttest und insofern ein anerkanntes diagnostisches Instrument. Für den Patienten ein Segen, denn der Speicheltest ist natürlich deutlich angenehmer als der Bluttest.

Normalerweise schütten die Nebennieren morgens am meisten Cortisol aus, und der Cortisolspiegel sollte im Laufe des Tages abnehmen, bis vor dem Schlafengehen nur noch sehr wenig Cortisol ausgeschüttet wird. Ein Cortisol-Kick am Morgen hilft uns, frisch und munter aus dem Bett zu kommen, bereit für den Tag. Eine niedrige Cortisolausschüttung zur Schlafenszeit hilft uns dagegen zu entspannen und gut einzuschlafen.

Manche Menschen mit einer Nebennierenfunktionsstörung haben allerdings das gegenteilige Muster – sie können morgens nicht aufstehen und schleppen sich bis zum frühen Nachmittag durch. Dann fühlen sie sich zwischen 14 und 20 Uhr ein paar Stunden lang einigermaßen funktionstüchtig, um dann vor dem Schlafengehen wieder auf Touren zu kommen. Bei diesen Menschen ist der Cortisol-Rhythmus also gestört, d. h. ihre Nebennieren schütten morgens sehr wenig und abends zu viel Cortisol aus, so dass sie zu den falschen Zeiten wach bzw. müde sind. Andere Menschen haben den ganzen Tag über abnorm niedrige Cortisolwerte. In diesem Fall hält die Müdigkeit den ganzen Tag an und sie kommen gar nicht in die Gänge.

Die Nebennierenschwäche ist etwas, was von der klassischen Schulmedizin leider noch nicht flächendeckend anerkannt wird. Denn die Schulmedizin kennt als Nebennierenschwäche nur die Nebenniereninsuffizienz, auch bekannt als Morbus Addison. Deshalb ist es leider auch immer noch recht schwer, im Reich der Schulmedizin jemanden zu finden, der hier eine ganzheitliche Diagnostik der Nebennieren durchführt. Die Naturheilkunde ist da aber glücklicherweise etwas anders ein- und aufgestellt.

Der konventionelle Ansatz bei Nebennierenerschöpfung

Um feststellen zu können, ob eine Nebennierenerschöpfung bei Dir vorliegt, ist in erster Linie eine gute und ausführliche Anamnese wichtig. In meinem Onlinekurs Schilddrüsen Empowerment erhalten die TeilnehmerInnen einen ausführlichen Selbsttest, mit dem sie innerhalb weniger Minuten herausfinden können, ob auch bei Ihnen eine Nebennierenschwäche vorliegt. Dabei sehen sie auch direkt die Knackpunkte, an denen sie besonders ansetzen können, um hier schnell und effektiv Abhilfe schaffen zu können.

Was sind denn nun allgemein Maßnahmen, um der Nebennierenschwäche entgegenzuwirken?

1. Ruhe

Schlaf ist der Reset-Knopf für die Nebennieren. Der schnellste Weg in die Nebennierenerschöpfung führt über Schlafentzug. Der schnellste Weg, sie wieder loszuwerden, ist daher ausreichend und guter Schlaf. Im Schlaf regenerieren wir. Achte daher auf eine gute Schlafhygiene. Ich habe dazu vor kurzem eine Podcastfolge aufgenommen, hör hier gern mal rein: (Podcastfolge einfügen).

2. Blutzucker ausgleichen

Die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels durch die Ernährung ist ein entscheidender Schritt bei der Überwindung von Nebennierenerschöpfung und Schilddrüsenerkrankungen. Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel führt zu einer erheblichen Verbesserung Deines Wohlbefindens.

Achte darauf darauf, mehr gute Fette und Proteine und weniger zuckerhaltige und stärkehaltige Kohlenhydrate zu essen. Wenn Du kohlenhydratreiche Lebensmittel zu Dir nimmst, steigt Dein Blutzucker zu schnell an und verursacht Symptome wie Nervosität, Schwindel, Angst und Müdigkeit. Diese Schwankungen des Blutzuckerspiegels bedeutet Stress für Deine Nebennieren und können sie schwächen und zudem zu einem Anstieg Deiner Schilddrüsenantikörper führen.

Weitere Informationen genau dazu findest Du in meinem Artikel über die Stabilisierung Deines Blutzuckerspiegels.

3. Stressreduktion

Das klingt immer so einfach, ist es aber nicht. Ich habe vier Kinder und einen Vollzeitjob, ich weiß, wovon ich rede. Auch mir macht es durchaus immer wieder Mühe, hier eine Stressreduktion hinzubekommen, aber es gibt hier einige sehr gute und praktikable Strategien, die auch Dir dabei helfen können, hier ein wenig Gas rauszunehmen.

Eine Möglichkeit ist, Aufgaben und Verpflichtungen rauszuschmeißen, zu vereinfachen, zu

zu delegieren und zu automatisieren. Du musst nicht immer alles allein und selber tun. Und vor allem mußt Du nicht immer alles sofort und perfekt tun. Wäscheberge? Die Wohnung ist nicht aufgeräumt? Scheiß drauf. Das kann auch bis morgen warten. Oder vielleicht kann der Partner hier auch mal Hand anlegen. Viele Stressoren sind in der Tat hausgemacht. Hier dürfen wir ehrlich zu uns selbst sein und uns fragen, was vielleicht unserem eigenen Anspruch entwachsen ist und was vielleicht auch ein klein wenig weniger Perfektionismus verdient hätte.

Positives Mindset

Die berühmte positive Denkweise. Wie kommen wir da hin? Gute Möglichkeiten sind hier eine solide und angenehme Morgenroutine wie z.B. Tagebuchschreiben und Meditation. In einer meiner anderen Podcastfolgen habe ich darüber auch schonmal gesprochen. Hör da gern mal rein:

Gewöhne Dir an, mit einem Gedanken der Dankbarkeit morgens in den Tag zu starten und etwas bewußter wahrzunehmen, wenn negative Gedanken auf Dich zurollen. Denn allein durch eine andere Wahrnehmung kannst Du schon eine Menge verändern. Wenn Du dann zusätzlich noch positive Affirmationen in Deinen Tag einbaust, dann schaffst Du hier eine super Grundlage für ein positives Mindset. Mantren wie: Ich bin kraftvoll. Ich akzeptiere mich so wie ich bin. Ich werde geliebt. Ich liebe mich selbst. Ich bin heilend. Die Welt ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist für mich. Helfen Dir dabei, das positive Mindset zu verankern.

Prana Yama

Auch Atemübungen helfen Dir dabei, wieder zu Deiner inneren Mitte zu finden. Beispiele dafür ist z.B. Nadi Shodhana oder auch die 4-7-8 Übung, bei der Du 4 sec. Einatmest, den Atem 7 Sec anhältst und dann 8 sec. Lang ausatmest.

Paß auf, was Du in Deinen Kopf läßt!

Das, was wir täglich konsumieren, hat großen Einfluß auf unseren Stresslevel. Stressen Dich die Nachrichten? Dann schalt sie ab. Bist Du genervt von bestimmten Prominenten oder Politikern? Dann lass sie nicht mehr in Dein Wohnzimmer. Bist Du gestresst von Social Media? Von all den Hochglanzfigürchen, die jeden Tag top performen? Dann klink Dich aus! Niemand zwingt Dich dazu. Lösch die Apps von Deinem Handy oder bau Dir eine Sperrzeit ein. Ist total super und wirksam, so eine Sperrzeit. Stell 2 Stunden ein und lass dann Dein Handy sperren, wenn Du zwei Stunden auf Social Media verbracht hast. 2 Stunden sind schnell um!      

Musik

Nutze Musik, wo immer Du kannst. Auch zur Heilkraft der Musik hab ich schon eine Podcastfolge aufgenommen und Prof. Stefan Kölsch interviewt, der zur heilenden Kraft der Musik einen Bestseller geschrieben hat. Inzwischen ist nämlich durch zahlreiche Studien bewiesen, welche phänomenalen Effekte Musik haben kann. Mache Dir diese Effekte zunutze!

Ordnung und Dankbarkeit.

Plane Dein Leben, wenn es möglich ist. Organisiere Dich, halte Ordnung. Plane konsequent Zeiten der Ruhe ein.

In Zeiten erhöhten Stresses, besonders wenn es uns nicht gut geht oder wir das Gefühl haben, keine Kontrolle zu haben, kann es schwierig sein, sich an die guten Dinge in unserem Leben zu erinnern. Wenn Du jeden Morgen damit beginnst, drei Dinge aufzuschreiben, für die Du dankbar bist, kann das Deinen ganzen Tag zu verändern!

4. Entzündungen vermindern

Neben der Stressreduzierung trägt die Verringerung von Entzündungen zur Unterstützung einer gesunden Nebennierenfunktion und damit auch einer gesunden Schilddrüsenfunktion bei.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind eine häufige Ursache für Entzündungen. Gluten, Milchprodukte und Soja sind die häufigsten reaktiven Nahrungsmittel bei Hashimoto, deren Beseitigung die Entzündung in Ihrem Körper beseitigen wird. Eliminationsdiäten und Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Dir dabei helfen, weitere Nahrungsmittel zu finden, die Du aus Deiner Ernährung streichen solltest.

Chronische Infektionen sind ebenfalls eine häufige Ursache für Entzündungen im Körper. Zu den häufigen Infektionen gehören H. pylori, Blastocystis hominis und Candida, aber es gibt zahlreiche potenzielle Infektionen, die ebenfalls die Ursache sein können.

Die Nahrungsergänzung S. Boulardii ist eine wichtige Ergänzung, die sehr empfehlenswert ist für Menschen mit Hashimoto. Es handelt sich dabei um eine sanfte, nützliche Hefe mit breitem Spektrum, die bei Darmentzündungen durch frühere Antibiotikaeinnahme, Infektionen und Dysbiose helfen kann, indem sie die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora unterstützt.

5. Nährstoffe wieder auffüllen

Das Verlangen nach Salz und das Gefühl der Dehydrierung, die bei Nebennierenerschöpfung auftreten, sind die Art, wie unser Körper uns mitteilt, dass wir mehr Salz benötigen. Anstatt zu verarbeiteten Lebensmitteln oder schilddrüsenschädlichem Jodsalz zu greifen, kann die Aufnahme von hochwertigem Salz in Deine Ernährung helfen, wenn Du Dich morgens nach dem Aufstehen oder nach einem heißen Bad etwas schwindelig fühlst oder andere Symptome der Nebennierenerschöpfung zeigst.

6. Mit Nahrungsergänzungsmitteln die Widerstandsfähigkeit stärken

Auch wenn Nahrungsergänzungsmittel oft individuell auf den jeweiligen Grad der Nebennierenfunktionsstörung abgestimmt werden müssen (was durch Tests ermittelt werden muss), habe ich festgestellt, dass sich die meisten Menschen mit Hashimoto besser fühlen, wenn sie das ABC der Nebennierenergänzungsmittel anwenden.

Die ABCs sind: Nebennieren-Adaptogene, B-Vitamine und Vitamin C.

Adaptogene Kräuter sind alle natürlichen Kräuterprodukte, die die Fähigkeit des Körpers, mit Stressfaktoren umzugehen, unterstützen. Um als Adaptogen zu gelten, muss ein Kraut drei Hauptqualitäten besitzen. Erstens muss das Kraut bei normaler Dosierung für den Patienten ungiftig sein. Zweitens sollte das Kraut dem gesamten Körper helfen, mit Stress umzugehen. Und schließlich sollte das Kraut dem Körper helfen, zur „Normalität“ zurückzukehren, unabhängig davon, wie der Stress das Funktionieren der Person gerade beeinträchtigt. Mit anderen Worten, ein adaptogenes Kraut muss in der Lage sein, sowohl überaktive Systeme zu beruhigen als auch unteraktive Systeme im Körper zu stärken. Es wird angenommen, dass Adaptogene die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) normalisieren.

Zu den adaptogenen Kräutern gehören: Ashwagandha, Astragalus, Reishi-Pilz, Dang Shen, Ginseng, , Süßholz, Maca, Schisandra. Dies sind Beispiele für Kräuter, die die Fähigkeit des Körpers, Stress zu widerstehen, erhöhen können, und die sich in Kombination mit Vitaminen und Mineralien als hilfreich bei der Linderung von Nebennierenfunktionsstörungen erwiesen haben. Zu Heilkräutern speziell bei Hashimoto habe ich kürzlich einen Blogartikel und eine Podcastfolge veröffentlicht. Schau dort gern auch noch einmal.

Vitamine und Mineralstoffe

Mit A- B und C Vitaminen kannst Du Dir eine Menge Gutes tun, insbesondere dann, wenn Du unter einer Nebennieenschwäche leidest. Bei den B Vitaminen sind es insbesondere B1,2 3, 5, 6, 12, Biotin und Metafolin L5 MTHF.

Weitere Strategien

Während viele Fälle von Nebennierenfunktionsstörungen durch aktuellen Stress verursacht werden und die Beseitigung oder Änderung der Art und Weise, wie wir auf diese Stressoren reagieren, bei der Überwindung von Nebennierenfunktionsstörungen helfen kann, können in einigen Fällen zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, um vergangenen traumatischen Stress sowie die chronisch veränderte Freisetzung von Nebennierenhormonen anzugehen.

Überwindung und Heilung Traumatischen Stresses

Traumatischer Stress kann zu einer chronischen Dysfunktion der Nebennierenhormone führen. Verschiedene Arten von Traumata und Missbrauch wurden mit Autoimmunerkrankungen und Schilddrüsenhormonanomalien in Verbindung gebracht. Viele meiner Klienten haben vor dem Auftreten des Hashimoto-Syndroms schwerwiegende Traumata erlebt, wie den Verlust eines geliebten Menschen und/oder eine missbräuchliche Beziehung. Einige von uns haben auch ein Kindheitstrauma erlebt, was den Grundstein für veränderte Hormonmuster im Erwachsenenalter legen kann.

Die Bewältigung von traumatischem Stress erfordert in der Regel eine gezielte Therapie. Ich biete meinen Klienten und Mentees hier vorzugsweise die Hypnose an. Entweder als Yager Code Technik oder als klassische Regressionshypnose. Damit sind in kürzester Zeit auch sogar schwere Traumata aufzulösen. Ich mache sehr gute Erfahrungen damit. Und deshalb sind sie auch fester Bestandteil meiner Mentorings und meines Schilddrüsen Empowerment Kurses. Denn dort gehen wir mittels mehrerer Gruppenhypnose Sessions so richtig ans Eingemachte und lösen auch tiefsitzende Knoten und Blockaden auf, an die Du durch alleinige Bewußtseinsarbeit gar nicht drankämst. Falls Dich der Kurs interessiert, dann trage Dich gern kostenlos und unverbindlich in die Warteliste ein.

Und auch für die Hypnose kannst Du ein unverbindliches Vorgespräch über mein Buchungsformular hier auf der Website vereinbaren. Dann kannst Du die klassische oder die Yager Code Hypnose einmal ausprobieren. Trau Dich! Und profitiere auch Du von den phänomenalen Effekten der Hypnose!

Zusammenfassung

Das Beheben der Nebennierenerschöpfung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, wenn es darum geht, Dein gesamtes Körpersystem und speziell Deinen von Hashimoto geplagten Organismus in den Heilungsprozeß zu führen. Denn die Nebennieren sind zwei kleine Drüsen, die viele Prozesse im Körper beeinflussen, so Deine Stresstoleranz, Entzündungen, Blutzucker und die Regulation Deines Körperfetts. Wenn der Körper unter ständigem Stress steht, werden die Nebennieren schließlich überlastet und desensibilisiert, was zu einer Funktionsstörung der Nebennieren führt.

Die Unterstützung der Nebennieren ist deshalb eines der ersten Dinge, die ich neben der Leberstärkung und Entgiftung allen meinen Mentees und auch im Rahmen des Online Kurses Schilddrüsen Empowerment empfehle und durchführe, da eine Funktionsstörung der Nebennieren sehr oft ein Problem bei Hashimoto ist. Sie kann zu vielen der Symptome führen, die wir oft als Folge unserer Schilddrüsenerkrankung wahrnehmen, wie Müdigkeit, Überforderung, Konzentrationsschwierigkeiten und eine verminderte Fähigkeit, mit Stress umzugehen.

Indem wir den Ursachen auf den Grund gehen, indem wir uns mehr Ruhe gönnen, den Blutzuckerspiegel ausgleichen, Stress und Entzündungen reduzieren, Nährstoffe auffüllen und die Widerstandsfähigkeit mit Nahrungsergänzungsmitteln stärken, können wir die Auswirkungen von Stress auf die Nebennieren verringern und viele dieser Symptome reduzieren oder beseitigen!

Schreib mir gern Deine Gedanken auf Instagram und ob Du bereits Erfahrungen mit der Nebennierenerschöpfung sammeln durftest. Teile auch gern Deine Empfehlungen mit uns, was Dir vielleicht besonders gut geholfen hat!

Hab noch einen fanstastischen Tag, wo auch immer Du grad bist und vergiß nicht: Du bist göttlich!

Deine Doro

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Referenzen

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